
Kurz vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres sind im Agenturbezirk Ansbach-Weißenburg über 1500 Ausbildungsstellen unbesetzt.
Die Ausgangslage auf dem Ausbildungsmarkt ist für junge Menschen insgesamt wie gewohnt günstig, schreibt die Agentur für Arbeit Ansbach-Weißenburg. Vergleichbar mit den vergangenen Jahren kommen auf zehn gemeldete Bewerber rund 13 gemeldete Ausbildungsstellen.
Damit übersteigt das Angebot weiterhin spürbar die Zahl der Ausbildungssuchenden. Gleichzeitig sind auch kurz vor dem Ausbildungsstart noch knapp zwei Fünftel aller im Agenturbezirk gemeldeten Stellen unbesetzt.
Viele offene Stellen auch noch kurz vor dem Ausbildungsstart - auch im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen sind im Berichtsmonat Juli 385 von 1042 gemeldeten Stellen noch unbesetzt. Auf zehn gemeldete Stellen kommen gut zwölf Bewerberinnen und Bewerber.
Die häufigsten unbesetzten Ausbildungsstellen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen sind derzeit in folgenden Berufen gemeldet: als Kaufmann oder -frau im Einzelhandel, Verkäufer, Industriemechaniker, Kaufmann oder -frau für Büromanagement und Zahnmedizinische Fachangestellte.
Berufsberatung und Arbeitgeber-Service unterstützen bei der Suche
„Wer jetzt noch keinen Ausbildungsplatz hat, ist keineswegs zu spät dran“, sagt Bettina Fröhlich, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ansbach-Weißenburg. „Bewerber haben weiterhin gute Karten. Wer bei Beruf, Betrieb oder Arbeitsweg etwas Flexibilität mitbringt, vergrößert seine Möglichkeiten noch einmal deutlich.“ Dazu kommt, dass Betriebe Stellen häufig auch noch nach dem regulären Ausbildungsbeginn besetzen.
Fröhlich ergänzt: „Auch in Zeiten einer angespannten wirtschaftlichen Lage wollen unsere Unternehmen ausbilden. Das ist ein starkes Signal für die Region. Die Zahl der Stellenmeldungen ist nahezu identisch zu den Vorjahren.“
Offene Stellen und unversorgte Jugendliche sind im Sommer üblich
Dass im Sommer neben offenen Ausbildungsstellen auch noch Jugendliche ohne Ausbildungsplatz gemeldet sind, gehöre zum üblichen Verlauf des Ausbildungsmarktes, erläutert Fröhlich. Entscheidungen fallen demnach teilweise erst spät, unter anderem weil Jugendliche häufig mehrere Möglichkeiten parallel verfolgen und eine finale Entscheidung hinauszögern.
Nicht immer passen bei Bewerbern und Betrieben die Anforderungen und Voraussetzungen auf den ersten Blick vollständig zusammen. Genau hier könne die Agentur für Arbeit unterstützen: Die Berufsberatung helfe Jugendlichen dabei, Alternativen zu prüfen und passende Ausbildungsstellen zu finden. Der Arbeitgeber-Service berät Betriebe bei der Suche nach geeigneten Nachwuchskräften und zu verschiedenen Fördermöglichkeiten. Wenn die grundsätzliche Eignung stimmt, können Unterstützungsangebote dabei helfen, bestehende Hürden beim Einstieg in die Ausbildung zu überwinden, schreibt die Agentur für Arbeit.
Diese Berufe sind im Agenturbezirk Ansbach-Weißenburg besonders häufig unbesetzt
Besonders viele unbesetzte Ausbildungsstellen gibt es im Agenturbezirk derzeit als Kaufmann oder -frau im Einzelhandel, Verkäufer, Kauffrau oder -mann für Büromanagement, als Maurer und als Fleischerei-Fachverkäufer.
Jugendliche ohne Ausbildungsplatz können sich auch kurzfristig an die Berufsberatung der Agentur wenden. Betriebe mit offenen Ausbildungsstellen können freie Plätze weiterhin beim Arbeitgeber-Service melden und sich zu Besetzungs- und Fördermöglichkeiten beraten lassen.





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