
15 Jahre nach ihrer Wiedergeburt hat sich die Erlanger Traditionsbrauerei Weller einen festen Platz in der Bierlandschaft der Hugenottenstadt erarbeitet. Mit einem Festakt erinnerte die Brauerei am Donnerstag, 16. Juli, an das Jubiläum ihres Bieres „3 mal 11“ – jenes Bieres, das wie kaum ein anderes für die Wiederbelebung einer historischen Erlanger Brautradition steht.
Schauplatz der Feier an der Braustätte am, oder vielmehr unter dem Theaterplatz 17, ein Ort mit besonderer Bedeutung für die Geschichte der Brauereifamilie Weller. Zahlreiche Gäste aus Politik, Wissenschaft, Vereinen und der Genossenschaft waren der Einladung gefolgt. Gemeinsam blickten sie auf eine Entwicklung zurück, die vor 15 Jahren mit einer Idee begann und heute fester Bestandteil der Erlanger Bierkultur ist.
Den Auftakt machte Hans Kurt Weller, Genosse Nummer eins und Mitinitiator der Genossenschaft. Er erinnerte daran, wie gemeinsam mit Jochen Buchelt und Kurt Maria Adler der Entschluss entstand, die Brautradition der Familie Weller wieder aufleben zu lassen und historische Rezepte der Urgroßeltern erneut einzubrauen. Daraus entstand die Brauerei Weller Erlangen eG. Ihr erstes und bis heute bekanntestes Bier erhielt den Namen „3 mal 11“ – eine Anspielung auf die Gründung der Brauerei im Jahr 1811, ihre Schließung 1911 und den Neustart im Jahr 2011.
„Ein besonderer Bestandteil der Erlanger Stadt- und Bierkultur“
Auch Oberbürgermeister Jörg Volleth würdigte die Entwicklung der Genossenschaft. Die Verbindung aus handwerklicher Brautradition und genossenschaftlichem Engagement mache die Brauerei Weller zu einem besonderen Bestandteil der Erlanger Stadt- und Bierkultur.
Historische Einblicke lieferte anschließend Marco Altmann, vielen Erlangern besser als „Bierkutscher Schorsch“ bekannt. Mit zahlreichen Anekdoten spannte er den Bogen von der Geschichte der Brauereifamilie Weller über die Entstehung der Genossenschaft bis hin zur Entwicklung des „3 mal 11“.
Im Anschluss öffnete die Brauerei ihre Braustätte. Oliver Jüsten und Sascha Groß vom Brauerteam „Regnitzbrauer“ erläuterten den Gästen die einzelnen Schritte der Bierherstellung – vom Sudkessel bis zu den Gär- und Lagertanks. Besonders gut kam die Verkostung eines frisch „gezwickelten“ (unfiltriert und naturtrüb) Kellerbiers direkt aus dem Lagertank an.
Den Abschluss bildete ein gemeinsamer Abend in der Thalermühle. Bei Weller-Bier, Brotzeit und Gesprächen ließen die Gäste das Jubiläum ausklingen. Neben dem „3 mal 11“ wurde auch das aktuelle Monatsbier ausgeschenkt.

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