
Die Hitze macht ganz Europa zu schaffen, das Temperatur-Rekordhoch scheint fürs Erste überstanden und doch greifen auch die Franken beim Blick auf die Wettervorhersage hilfesuchend nach Ventilator und eisgekühlten Getränken. Vor allem die eigenen vier Wände sollten eigentlich ein Rückzugsort sein, in dem man sich vor direkter Sonneneinstrahlung schützen kann. Was also tun, um das eigene Zuhause möglichst kühl zu halten?
Ein Vorbild können sich die Deutschen an Ländern wie Italien nehmen. Ältere Häuser in der Toskana etwa haben aufklappbare Rollos aus Holz, die aussehen wie Flügeltüren und bei Hitze fast den ganzen Tag über geschlossen bleiben. Auch die hier in Deutschland üblichen Rollläden können Schatten spenden und dafür sorgen, dass Innenräume sich nicht allzu stark aufheizen. Was aber dabei nicht alle beachten: Der Rollladen sollte nicht ganz geschlossen sein. Ideal ist es, wenn unten noch ein Lüftungsschlitz bleibt. So kommt ein wenig Licht ins Zimmer und man verursacht keine unnötigen Stromkosten, wenn eigentlich noch ausreichend Tageslicht da ist.
Achtung, Hitzestau: Wann geschlossene Rollläden zum Problem werden können
Was aber viel entscheidender ist: Mit diesem Licht- und Lüftungsschlitz bildet sich zwischen Fenster und Rollladen kein Hitzestau. Bei starker Sonneneinstrahlung kann sich der geschlossene Zwischenraum stark erhitzen. Wenn dann keine frische Luft nachkommt, staut sich die Wärme und die Temperatur in den Innenräumen klettert noch weiter nach oben.
Insbesondere dann, wenn Rollläden aus Kunststoff sehr nah an der Scheibe sitzen, kann der Hitzestau dazu führen, dass sich der Rollladen durchbiegt oder Schäden davonträgt. Bei extremen Temperaturen kann sogar die Scheibe springen. Damit die Luft zirkulieren kann, reicht ein Spalt von 5 bis 10 Zentimetern.
Diese Gefahr besteht natürlich nur, solange das Fenster geschlossen ist. Das ist an besonders warmen Tagen empfehlenswert, um die heiße Luft draußen zu halten. Trotzdem bleibt Stoßlüften weiterhin wichtig. So kann die angesammelte Feuchtigkeit und das CO2 aus den Zimmern entweichen. Am besten das Lüften an heißen Sommertagen vermehrt auf den Abend und die frühen Morgenstunden legen und dann das Fenster kurz, dafür aber weit öffnen.

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