Nürnberg - Diese Nachricht hat die Kulturszene am Donnerstag, 7. Mai 2026, in Aufruhr versetzt: die fristlose Kündigung des Intendanten der Nürnberger Symphoniker Lucius Hemmer. Ein Überblick über alle Entwicklungen finden Sie hier.
17.05.2026 16:07 Uhr

In diesem Artikel:

Die Nürnberger Symphoniker stehen ab sofort ohne Intendanten da: Lucius Hemmer, der den Posten 23 Jahre bekleidet hat, ist seinen Job los. Diese Nachricht hat am Donnerstagabend, 7. Mai, für Aufruhr in Nürnbergs Kulturszene gesorgt:

Nachdem die Kündigung publik wurde, reagiert prompt auch Symphoniker-Vorstandsvorsitzender Dieter Barth, Doch er widerspricht energisch - und äußert sich schriftlich:

Am Freitag, 8. Mai, äußert sich auch Lucius Hemmer ausführlicher zu seiner Kündigung. Er erklärt die Umstände, unter denen er am Donnerstag binnen kurzer Zeit seinen Arbeitsplatz habe verlassen müssen:

Der Rauswurf von Lucius A. Hemmer als Intendant der Nürnberger Symphoniker ist nicht nur Ausdruck eines tiefen Zerwürfnisses mit dem Trägerverein, er birgt für das Orchester auch große finanzielle Risiken. Dazu äußert sich auch OB Marcus König:

Der Rauswurf von Intendant Lucius A. Hemmer bei den Nürnberger Symphonikern schlägt hohe Wellen. Auch andere Mitglieder des Orchesters sagen, wie sie über die Trennung denken - und springen dem Vorstand des Trägervereins zur Seite.

Der Rauswurf von Intendant Lucius Hemmer bewegt auch den Trägerverein der Nürnberger Symphoniker. Ein prominentes Mitglied fordert den Rücktritt des Vorstandes - und eine Zurücknahme der Kündigung.

Der Rauswurf von Intendant Lucius A. Hemmer bei den Nürnberger Symphonikern erhitzt weiter die Gemüter. Jo-Achim Hamburger von der Jüdischen Gemeinde in Nürnberg spricht von einer Intrige. Das gemeinsam geplante Konzert am 23. Mai solle dennoch stattfinden.

In der anhaltenden Debatte um die Entlassung des Intendanten Lucius A. Hemmer wehren sich Mitglieder des rund 30-köpfigen Trägervereins der Nürnberger Symphoniker gegen „Verschwörungstheorien“ und Behauptungen, der Rauswurf sei von einem kleinen Kreis initiiert worden und eine „Intrige“.

Denkwürdiges Saisonfinale: Beim Konzert der Nürnberger Symphoniker in der Meistersingerhalle gab es Buhrufe, Pfiffe und Applaus – noch ehe die erste Note gespielt worden war. Das jähe Aus für den Symphoniker-Intendanten Lucius A. Hemmer polarisiert.

Für eine Trennung mag es Gründe gegeben haben, doch die Art und Weise, wie kommuniziert und agiert wurde, schadet dem Orchester. Ein Kommentar zur Causa Hemmer.

Der Rauswurf von Intendant Lucius A. Hemmer trifft die Nürnberger Symphoniker mitten im 80. Jubiläumsjahr. Das ist nicht nur schlecht für die Stimmung. Denn das Orchester hat für das Kulturleben der Stadt und der Region große Bedeutung.

Der Aufhebungsvertrag bleibt ohne Unterschrift, nun soll die Kündigung folgen. Der langjährige Intendant der Nürnberger Symphoniker Lucius A. Hemmer will juristische Schritte einleiten – ein Arbeitsrechtsstreit ist wahrscheinlich.

„Alles außer gewöhnlich“ - der Titel des neuen Programms der Nürnberger Symphoniker klingt angesichts der Aufregung um Intendant Lucius A. Hemmer doppeldeutig.

Am Tag nachdem die Frist für einen Aufhebungsvertrag verstrichen war, macht sich das Orchester bereits auf die Suche nach einem oder einer Nachfolger/in für Hemmer - ungeachtet einer nun wahrscheinlichen arbeitsrechtlichen Auseinandersetzung.

Bisher blieb etwas nebulös, was genau die Gründe für die jähe Trennung des Trägervereins der Nürnberger Symphoniker von Intendant Lucius A. Hemmer waren. Jetzt endlich nennt der Orchestervorstand mehr Details - und unterstützt die Entscheidung erneut.

Die Suche nach einem Nachfolger für Lucius Hemmer hat begonnen. Es muss ein Teamplayer sein, der die Geschicke der Nürnberger Symphoniker künftig leitet. Warum der Führungsstil so entscheidend ist, kommentiert NN-Chefredakteur Michael Husarek.

Zum 80-jährigen Bestehen der Nürnberger Symphoniker fand im Historischen Rathaussaal ein Staatsempfang mit hochrangigen Gästen und prominenten Rednern statt. Wie man mit der Causa Hemmer vor Ort umging, beschreibt unsere Kollegin Birgit Ruf.

Frühzeitig hatte sich Chefdirigent Jonathan Darlington für das Vorgehen des Vorstands des Orchesterträgervereins ausgesprochen, Hemmer nach 23 Jahren kurzfristig von seiner Intendantentätigkeit freizustellen. Nun äußert sich der 70-jährige britische Dirigent erstmals ausführlich seit diesem Vorgang gegenüber unserem Medienhaus.

Dass dieses Konzert so zustande kam, war auch auf den Einsatz Lucius A. Hemmers zurückzuführen Am Abend selbst war er allerdings nicht vor Ort.