
Die Partei BSW gibt es noch gar nicht so lange. Vor weniger als drei Jahren wurde sie erst gegründet. Doch in dieser kurzen Zeit hat sie sich vor allem als eines erwiesen: als eine Kraft der Zerstörung. Das ist nicht zuletzt eine Eigenschaft der Gründerin und zeitweiligen Vorsitzenden Sahra Wagenknecht. Als Gestalterin ist sie noch nie besonders aufgefallen, aber unzählige Male als Spalterin.
Die Linkspartei brachte ihr Verhalten an den Rand der Existenz. Weil Wagenknecht stets innerparteilich opponierte, wussten die Wählerinnen und Wähler nie so recht, was sie erhalten würden, wenn sie den Linken ihre Stimme geben. Erst nach ihrem Ausscheiden erholten sich ihre Ex-Genossen wieder in der Wählergunst.
Solange Sahra Wagenknecht nur innerparteilich spaltete, musste einen das als Staatsbürger nicht groß interessieren
Diesen Aspekt kann man als Staatsbürger noch gelassen hinnehmen, denn wenn sich eine Partei auf solch eine Weise schadet, dann ist das ihre eigene Angelegenheit. Aber nach der Trennung von der Linken und der Gründung des BSW weitete Sahra Wagenknecht ihren Zerstörungsradius auf die deutsche Regierungspolitik aus. Und damit wurde es wirklich bedenklich.
In Brandenburg und Thüringen trat das BSW, kaum gegründet, in Koalitionen ein. Nicht ganz ohne Peinlichkeiten und Demütigungen, denn die in den Ländern gar nicht angetretene und dort deswegen auch nicht gewählte Sahra Wagenknecht bestellte vor ihrer Zusage zwei amtierende und einen designierten Ministerpräsidenten zum Rapport zu sich nach Berlin ein.
Nach 13 Monaten scheiterte die brandenburgische Regierung am internen Zerfall des BSW-Landesverbandes, angefeuert von der Bundesebene. Die Kräfte vor Ort wollten Sacharbeit leisten, ihre Berliner Parteiführung arbeitete ständig dagegen. Ähnlich läuft es jetzt gerade in Thüringen, wo alle drei BSW-Regierungsmitglieder zermürbt aus ihrer Partei ausgetreten sind. Und nun - in Sachsen-Anhalt - könnte das Bündnis schon wieder in eine Rolle kommen, in der sie eine Regierung direkt oder indirekt mitträgt, dieses Mal der AfD.
All das muss reichen, um festzustellen: Das BSW ist, wenn es auch nur in die Nähe einer Koalition, einer Duldung oder einer Tolerierung kommt, eine echte Gefahr für jegliche Regierung. Auf Sahra Wagenknecht ist kein Verlass, sie sprengt früher oder später jegliches Bündnis und wird damit der in sie gesetzten Verantwortung nicht gerecht.
Es drängt das BSW in die Nähe der Macht, aber dann macht die Partei stets Rückzieher
Einen politischen Kompass kann man bei der Bewegung ohnehin nicht mehr erkennen. Nach Regierungsbeteiligungen mit der SPD und der CDU flirtete die Partei ausgerechnet mit der AfD. Es drängt sie offensichtlich stets in die Nähe der Macht, aber wenn es dann so weit ist, macht sie einen Rückzieher. Das ist eigentlich nur noch mit dem jahrelang eingeübten Verhalten von Sahra Wagenknecht selbst zu erklären, die im Grunde immer zu allem und jedem in Opposition stand, außer zu sich selbst.


2 Kommentare
M95L
...diese Frau repräsentiert im Klimawandel die politische Eiszeit. Eine skrupellose Opportunistin mit inzwischen bizarr anmutenden Auffassungen zum eigenen Lebenslauf und zu Fragen gesellschaftlicher Bedeutung. Die Anwesenheit von Frau Wagenknecht im Raum, senkt die Temperatur um fünf Grad Celsius. Eine kalte, empathielose Person. Wenn sie von den "Wünschen der Menschen" spricht, fröstelt es...
08.09.2026 08:03 Uhr