
Die Stadt Nürnberg und das Work-and-Stay-Center Mittelfranken (WASC) wollen internationalen Fachkräften den Start in Deutschland erleichtern. Wie die Stadt Nürnberg in einer Pressemitteilung mitteilt, haben beide Partner eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet und starten eine gemeinsame Pilotphase. Ziel ist es, bürokratische Hürden abzubauen, Wartezeiten zu verkürzen und sogenannte „Antragsbremsen“ zu vermeiden.
Konkret soll es für ausländische Fachkräfte, Studierende und Auszubildende einfacher werden, ihren Wohnsitz anzumelden und einen Aufenthaltstitel zu erhalten. Das Work-and-Stay-Center übernimmt dabei die Rolle eines zentralen Lotsen. Es prüft die Antragsunterlagen auf Vollständigkeit und koordiniert die notwendigen Termine. Dadurch sollen Rückfragen reduziert und die Bearbeitung beschleunigt werden.
Behörde will schneller Prüfen, wenn das Work-and-Stay-Center Mittelfranken mit im Boot ist
Im Gegenzug sichert das Amt für Migration und Integration der Stadt Nürnberg nach eigenen Angaben eine verbindliche Reaktionszeit von maximal zwei Wochen zu, sobald prüfungsreife Anträge über das WASC eingegangen sind.
Oberbürgermeister Marcus König betont in der Mitteilung die Bedeutung ausländischer Fachkräfte für den Wirtschaftsstandort Nürnberg. Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels liege es im gemeinsamen Interesse, den Zugang zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt zu verbessern und zu vereinfachen. Die Stadtverwaltung gehe mit der Kooperation mit der IHK Nürnberg für Mittelfranken bei diesem Pilotprojekt mit gutem Beispiel voran.
Auch Markus Lötzsch, Hauptgeschäftsführer der IHK Nürnberg für Mittelfranken und Geschäftsführer des Work-and-Stay-Centers Mittelfranken, bewertet die Vereinbarung positiv. Die Zusammenarbeit sei ein wichtiges Signal dafür, dass Prozesse gemeinsam verbessert werden sollen. Das Modell könne Vorbild für andere Kommunen sein. Nach Angaben der IHK laufen bereits Gespräche über weitere Kooperationen.
Die Zusammenarbeit ist zunächst auf zwölf Monate angelegt. Im Mittelpunkt stehen drei Ziele: die Verbesserung der Antragsqualität durch einen Vorab-Check des WASC, feste Fristen für die Bearbeitung sowie klare Ansprechpartner und Kommunikationswege zwischen Antragstellenden, Work-and-Stay-Center und Verwaltung.
Das Work-and-Stay-Center Mittelfranken wurde von der IHK Nürnberg für Mittelfranken und der Handwerkskammer für Mittelfranken gegründet. Ziel ist es, internationale Fachkräfte und deren Familien bei der Integration in den Arbeitsmarkt und das gesellschaftliche Leben zu unterstützen. Gleichzeitig soll die Zusammenarbeit Arbeitgebern die Rekrutierung internationaler Fachkräfte erleichtern, indem administrative Hürden reduziert werden.

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