
Wir reden viel vom Klima. Vom Klimawandel - und wie wir ihn bremsen können. Und darüber, wie sich die längst spürbaren Folgen der Erderwärmung eindämmen lassen. Das läuft dann unter dem sperrigen Begriff „Klimafolgenanpassung“.
Eine Partei blendet den Klimawandel als Problem aus. Sie sieht keinen Grund für Klima-Politik, sie will sehr viel von dem abwickeln, was bisher erreicht wurde: zurück zu fossilen Energien und dem Verbrenner, auch zu russischem Gas, weg mit Windrädern, weniger Erneuerbare.
Diese Partei will zerstören und spalten
Dabei schädigt diese Partei selbst massiv das politische Klima: Die AfD heizt es an, sie setzt auf Kampagnen und Parolen statt auf Diskurs und Debatten, sie will spalten und zerstören - das ist Teil ihrer Strategie. Daher braucht es eine weitere Art der Klimapolitik: Sie muss die Folgen des AfD-Angriffs auf den liberalen Rechtsstaat in den Blick nehmen und Schäden möglichst verhindern.
Und zwar egal, wie die Wahl in Sachsen-Anhalt ausgeht. Denn so oder so: Die AfD wird, darauf deutet alles hin, in jedem Fall ihren bisherigen Kurs fortsetzen. Und der führt eben nicht zu einer besseren Politik für Deutschland, wie es die Partei in ihrem Namen verspricht: Es gibt keinen Experten, der nicht massive negative Folgen sieht, würden die AfD-Forderungen umgesetzt.
Aber Experten interessieren die AfD und die meisten ihrer Wähler nicht. Sie bezweifeln deren Studien, weil die Fachleute ja Teil des „Systems“ sind. Da entstand längst eine Parallelwelt mit zwei Wahrheiten: einer wissenschaftlich belegbaren und der gefühlten Wahrheit mit alternativen Fakten. Also: mit Lügen. Wird etwa Ulrich Siegmund, AfD-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt, damit konfrontiert, dass die Kriminalität in seinem Bundesland zurückgeht - dann antwortet er, „gefühlt“ sei sie gestiegen.
Da ist absehbar, wie Siegmund und die AfD nach dem Wahltag handeln. Verpassen sie den Erfolg, dürften sie - siehe Trump - die Wahl in Frage stellen; Zweifel an der Briefwahl schüren sie schon, ohne Belege. In jedem Fall -auch bei einer Machtübernahme - werden sie weiter auf Berlin und Brüssel deuten: Sie würden ja gern dies und das umsetzen - aber...
Die AfD will auch keine Zusammenarbeit mit der CDU, sondern deren Zersetzung
Klar erkennbar ist auch: Die AfD will keine Zusammenarbeit mit der CDU, sie will sie zerstören. Daher liegen jene in der Union falsch, die auf eine Art Wandel durch Annäherung setzen. Wo hat sich Trump, wo hat sich Orban, wo haben sich andere Autokraten gemäßigt?
Es gilt, Schaden durch die AfD zu vermeiden: Regiert sie in Magdeburg, hätte sie Zugriff auf Geheimdienst-Infos, die vermutlich in Moskau landen würden. Für Putin (und für Trump) wäre ihr Erfolg ein Triumph im hybriden Krieg gegen den liberalen Rechtsstaat.
Schwarzmalen, schlechtreden, den Untergang beschwören: Gegen diese Politik der Wut und der Angst müssen die Demokraten offensiver angehen. Klar, hart, aber sachlich und fair. Mit Zahlen und Daten - und mit Ideen für eine gute Zukunft. Und ein besseres Klima.

4 Kommentare
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Demokratie bedeutet, dass jeder seine eigene Meinung sagen kann und dem anderen zuhört bzw. den nötigen Respekt erweist . Desweiteren kann man von Experten, die uns die letzten 15 bis 20 Jahren regieren, erwarten dass Sie zur Kenntnis nehmen, wer für den Abbau der Wirtschaft, Energie, Ausbildung, Abwanderund deutscher Fachkräfte, Vermüllung der Städte , Zunahme der Bürokratie, Zunahme der Kriminalität verantwortlich ist ! Die Entstehung anderer Kräfte, haben die Altparteien zu verantworten, welche alle komplett nach Linksaußen gerutscht sind und keine Antworten für den Bodenständigen Arbeiter oder Angestellten parat haben, außer Umverteilung von nicht selbst geleisteten Steuereinnahmen , z.T unsinnig, aber dass waren und sind ja alles Experten ?!
03.09.2026 13:29 Uhr