
Noch nie waren die Menschen in Fürth so häufig ohne Auto unterwegs wie im vergangenen Jahr. Das zeigt eine Auswertung der Infra, die das Mobilitätsverhalten in der Stadt untersucht hat. Dafür wurden 3600 Personen aus 1700 Haushalten dazu befragt, wie sie sich fortbewegen, heißt es in einer Pressemitteilung.
Der Anteil des sogenannten Umweltverbunds, also aller Verkehrsmittel außer Autos und Motorräder, lag 2025 laut Infra mit 62 Prozent so hoch wie noch nie. 2024 waren es 61 Prozent, seit 2014 ist der Anteil von Fußgängern, Radfahrern und ÖPNV-Nutzern am gesamten Verkehrsaufkommen um 14 Prozent gestiegen.
29 Prozent aller Wege werden in Fürth zu Fuß zurückgelegt
Am häufigsten sind die Fürtherinnen und Fürther, wenn sie auf Autofahrten verzichten, demnach zu Fuß unterwegs. Ihr Anteil am Modal Split, also der Verteilung aller Mobilitätsströme auf die verschiedenen Verkehrsmittel, liegt wie im Vorjahr bei 29 Prozent. Dann folgen Bus und Bahn mit 18 Prozent. Um einen Prozentpunkt gestiegen ist der Anteil der Fahrradfahrer, der 2025 bei 11 Prozent lag. E-Bike-Nutzer machen mit vier Prozent die kleinste Gruppe aus. Insgesamt wurden 2025 rund 4000 Wege mehr mit dem Fahrrad zurückgelegt als im Jahr zuvor - diese Veränderung erklärt auch den Anstieg beim gesamten Umweltverbund von 61 auf 62 Prozent.
„Der positive Trend stimmt und macht Fürth weiterhin attraktiv und lebenswert“, wird Oberbürgermeister Thomas Jung in der Mitteilung zitiert. Das Ergebnis sei Ansporn, das Angebot für alle Verkehrsteilnehmenden zuverlässig und nah an den Bedürfnissen der Menschen weiterzuentwickeln. Auch für die Infra sind die Ergebnisse ein positives Signal. 92 Prozent der Befragten gaben ihr zufolge an, dass sie den öffentlichen Nahverkehr weiterempfehlen würden, 95 Prozent sind mit dem Angebot und der Infra selbst sehr zufrieden oder zufrieden. Bei den einzelnen Verkehrsmitteln erreicht der Bus mit 86 Prozent Zufriedenheit einen höheren Wert als die U-Bahn mit 83 Prozent. „Über dieses starke Vertrauen und die hohe Weiterempfehlungsquote unserer Fahrgäste freuen wir uns sehr“, so Infra-Geschäftsführer Marcus Steurer.

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