Neumarkt - Pünktlich zum Jura-Volksfest rollt der Verkehr wieder über die Bahnbrücke in Woffenbach. Die monatelange Sperrung ist beendet, Umleitungen gehören der Vergangenheit an. Noch heute wird der Verkehr freigegeben.
06.08.2026 16:45 Uhr

Gute Nachrichten für die Anwohner des Stadtteils Woffenbach und den gesamten Neumarkter Stadtverkehr: Der Ersatzneubau der Straßenbrücke über die Bahnstrecke in der Woffenbacher Straße ist abgeschlossen, teilt die Stadt Neumarkt in einer Pressemeldung mit.

Das von Beginn an gesteckte Ziel, das Bauwerk pünktlich zum Beginn des Jura-Volksfestes fertigzustellen, ist damit punktgenau erreicht. Die Freigabe ist bereits erfolgt.

Damit geht die im Februar gestartete Bauphase zu Ende, die allen Beteiligten viel Geduld und Flexibilität abgefordert hat. Mit der Öffnung der Brücke entfallen auch die bisherigen Umleitungen: Der Kfz-Verkehr musste während der Sperrung großräumig über die Freystädter Straße und den Kurt-Romstöck-Ring ausweichen, während Fußgänger und Radfahrer über den Brückenweg, die Rebhuhn-, Wiesen-, Wallenstein- und Roseggerstraße sowie den Volksfestplatz umgeleitet wurden.

Kurzfristige Verschiebung des Abbruchtermins führte zu Zeitdruck in Neumarkt

OB Markus Ochsenkühn sprach dem städtischen Projektleiter Andreas Pfindel, seinem Team sowie den ausführenden Bauunternehmen ein großes Lob aus: „Dass diese Brücke pünktlich zum Volksfest-Start wieder befahren werden kann, ist ein herausragender Erfolg und keineswegs selbstverständlich. Das städtische Bauteam um Andreas Pfindel und die beteiligten Baufirmen haben unter enormem Zeitdruck exzellente Arbeit geleistet.“

Die Leistung des Baustellenteams sei umso höher zu bewerten, als die Deutsche Bahn AG den geplanten Abbruchtermin der alten Brücke kurzfristig um zwei Wochen nach hinten verschoben hatte, sagte Ochsenkühn. Das bedeutete für die städtischen Planer und die Bauleiter einen immensen zeitlichen Verdichtungsdruck, der im Laufe des Projekts durch effiziente Abläufe und intensivierten Einsatz vollständig aufgeholt werden konnte.

Der Neubau der in die Jahre gekommenen Brücke war überhaupt erst möglich, weil die Deutsche Bahn AG im Jahr 2026 eine umfassende Generalsanierung der Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Regensburg durchgeführt hat. Durch die damit verbundene Streckensperrung eröffnete sich für die Stadt Neumarkt ein einzigartiges Zeitfenster.

Separater Radweg auf Woffenbacher Brücke ist nicht möglich

Im Zuge der Projektplanung hatten die Fachplaner der Stadt eingehend geprüft, ob das Bauwerk verbreitert werden könnte, um einen separaten Radweg unterzubringen. Dies erwies sich jedoch aufgrund der sehr beengten örtlichen Verhältnisse als technisch unmöglich. Auch ein gemeinsam von Fußgängern und Radfahrern genutzter Weg wurde von der Stadtverwaltung sowie der Polizei analysiert und als zu unsicher bewertet.

Aus diesem Grund entspricht die künftige Verkehrsführung der bewährten Regelung der Bestandsbrücke sowie der gültigen Rechtslage. Demnach steht Fußgängern weiterhin ein separater Gehweg auf einer Brückenseite zur Verfügung. Radfahrerinnen und Radfahrer nutzen hingegen die Fahrbahn; lediglich Kindern bis zum Alter von zehn Jahren ist das Befahren des Gehwegs gestattet. Um die Sicherheit des Radverkehrs auf der Straße maßgeblich zu erhöhen, bleibt das bestehende Überholverbot von Radfahrern durch mehrspurige Kraftfahrzeuge auch in Zukunft strikt bestehen.

Die Gesamtkosten belaufen sich nach aktuellem Stand auf rund 2,8 Millionen Euro. Einen erheblichen Teil dieser Summe steuert die Deutsche Bahn AG bei. Für den verbleibenden Anteil der Stadt Neumarkt an den Baukosten wurden zudem Fördergelder nach dem Bayerischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz beantragt.