Baiersdorf - Für Fenster und Haustechnik wurden Aufträge vergeben, zudem soll die Wärmeplanung starten. So lief die Sitzung des Stadtrats Baiersdorf.
29.07.2026 14:56 Uhr

Nach langem Warten haben nun die Erdarbeiten für den Neubau von geförderten Wohnungen begonnen. Außerdem hat der Baiersdorfer Stadtrat für dieses Vorhaben in seiner Sitzung weitere Auftragsvergaben beschlossen.

So wurde für das Gewerk Elektro, Leitung, Technik eine Firma beauftragt, die mit 355.725 Euro das günstigste Angebot abgegeben hatte. Die Heizung für die beiden Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 16 Wohnungen wird ebenfalls an die mindestnehmende Firma vergeben, die dafür 296.035 Euro haben will. Das Gewerk Lüftung und Sanitär soll 236.367 Euro kosten. So viel verlangt die günstigste Firma. Die Kostenberechnung für diese Maßnahme lag deutlich höher bei zirka 317.000 Euro.

Neuer Wohnraum in Baiersdorf: Fenster nur in Holz ausgeschrieben und teurer als veranschlagt

Dafür hatte sich das beauftragte Büro bei der Kostenberechnung für die Fenster deutlich nach unten verschätzt. Es hatte für dieses Gewerk gut 178.000 Euro veranschlagt. Eine erste Ausschreibung war wegen grundlegender Änderungen an den Vergabeunterlagen aufgehoben worden.

Die Verwaltung hat vor der erneuten Ausschreibung prüfen lassen, ob statt der Holzfenster eventuell Alu- oder Kunststofffenster günstiger wären. Da die Alufenster teurer kämen und die Differenz zu Kunststofffenstern nur gering wäre, entschloss man sich für eine Ausschreibung nur für Holzfenster. Das für die Stadt beste Angebot beläuft sich auf 249.970 Euro und wurde vom Stadtrat angenommen.

Vereinfachtes Verfahren für die kommunale Wärmeplanung in Baiersdorf beschlossen

Zudem hat das Gremium die Durchführung der „Kommunalen Wärmeplanung“ im vereinfachten Verfahren nach dem Wärmeplanungsgesetz des Bundes beschlossen. Für die Durchführung – inklusive Beauftragung eines Fachbüros – entstehen Kosten im Bereich zwischen 40.000 und 80.000 Euro, ließ Christine Kainzner von der Verwaltung den Stadtrat wissen. Nach derzeitigem Stand kann die Stadt Baiersdorf jedoch eine Konnexitätszahlung von bis zu 88.000 Euro erhalten. Damit könnten die Kosten des vereinfachten Verfahrens weitgehend gedeckt werden.

So beschloss das Gremium, die Verwaltung zu beauftragen, die notwendigen Schritte zur Durchführung der kommunalen Wärmeplanung einzuleiten. Gleichzeitig sollen Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten ausgelotet werden. Die Verwaltung soll geeignete Fachbüros auffordern, ein Angebot zur Erstellung der kommunalen Wärmeplanung abzugeben. Die Beauftragung eines Fachbüros soll nach Abwägung der Angebote dem Stadtrat obliegen. Auch die Ergebnisse der Wärmeplanung sollen dem Stadtrat zur weiteren Beratung vorgelegt werden.