Nürnberg - Mit dem warmen Wetter zeigen sich auch kleine Krabbeltiere wieder häufiger. Besonders Ameisen kommen meist in Scharen und es ist schwer, sie wieder loszuwerden. Wer Ameisen von Küche und Esstisch fernhalten will, kann auf Hausmittel zurückgreifen.
25.07.2026 08:00 Uhr

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Sie sind meist ungefährlich, können aber lästig werden: Ameisen. Entdeckt man eine, reicht meist ein Blinzeln, und schon machen sich sieben weitere bemerkbar.

Über Balkon, Terrasse und manchmal auch bis in die Küche hinein bilden sie Straßen und transportieren kleine Essenskrümel. Wer auf aggressive Mittel und Chemie verzichten möchte, kann auch auf altbewährte Hausmittel zurückgreifen.

Helfen kann Knoblauch. Eine Zehe leicht anschneiden oder andrücken und dann an eine Stelle legen, an der Sie besonders häufig Ameisen entdecken. Das können Türschwellen, Pflanzenkübel, Balkonkästen oder eine Ecke auf Balkon oder Terrasse sein. Noch besser ist ein Sud. Dafür werden zwei bis drei Knoblauchzehen grob angedrückt und dann in einem halben Liter Wasser aufgekocht. Anschließend die Knoblauch-Mischung abgedeckt einige Stunden ziehen lassen. So lösen sich die Wirkstoffe vollständig. Ist der Sud abgekühlt, können Sie das Ganze in eine Sprühflasche füllen und Ecken, Fugen und Balkonbereich einsprühen. Das immer wieder wiederholen, insbesondere nachdem es geregnet hat.

Neben Knoblauch kann auch Zitronensaft, Essig, Zimt oder Lavendel gegen die Ameisen helfen. Der intensive Geruch soll die kleinen Tiere abschrecken.

Ameisen orientieren sich nämlich nachgewiesenermaßen stark an Gerüchen. Finden sie eine geeignete Nahrungsquelle, markieren sie ihren Weg mit Duftspuren. So können andere Ameisen folgen, wodurch dann die typischen Ameisenstraßen entstehen. Intensive Gerüche können die Duftspuren überlagern und damit die Orientierung der Ameisen stören.

Was auch oft gegen Ameisen empfohlen wird: Backpulver. Damit sollte man aber vorsichtig umgehen. Im Kontakt damit sterben die kleinen Tiere einen qualvollen Tod. Das ist nicht nur unnötig, sondern auch schlecht für die Natur. Ameisen spielen in unserem Ökosystem eine wichtige Rolle, im Garten lockern sie den Boden auf und beseitigen Schädlinge.

Nicht nur die Vertreibung, sondern auch die Vorbeugung spielt bei Ameisen natürlich eine große Rolle. Haben es sich die Insekten einmal richtig gemütlich gemacht, ist es schwer sie wieder loszuwerden. Damit sie sich gar nicht erst dauerhaft ansiedeln, lohnt sich ein Blick in den Vorratsschrank und auf die Küchenablagen.

Kleine Flecken oder Reste von klebrigen zuckerhaltigen Getränken, überreifes Obst oder offen herumstehen Lebensmittel locken die kleinen Tiere an. Obst und Gemüse lässt sich oft auch gekühlt lagern oder sogar eingefroren kaufen und aufbewahren. Auch Tierfutter sollte nicht zu lange im Freien stehen. Pfand- und auch Glasflaschen sollten Sie regelmäßig wegbringen.

Nicht nur Tischflächen, sondern auch die Sitzbereiche müssen Sie insbesondere im Sommer regelmäßig und gründlich reinigen. Auch Pflanzenkübel, Türschwellen und schwer erreichbare Ecken sollten Sie genauer unter die Lupe nehmen. Oft reichen bereits kleine Krümel und klebrige Rückstände aus, um Ameisen anzulocken.