Nürnberg/Erlangen/Fürth - Abstellplätze, Reparatursäulen, Duschräume: Radeln zur Uni soll künftig in Erlangen, Nürnberg und Fürth noch attraktiver werden. Die FAU profitiert hierbei von einer Förderung des Bundes über mehr als eine Million Euro. Was nun konkret geplant ist.
07.07.2026 16:38 Uhr

Radeln zur Uni soll künftig an der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) noch attraktiver werden: Dank eines großen Förderantrags des Green Office und des Gebäudemanagements der FAU fließen aus der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) in den kommenden vier Jahren mehr als eine Million Euro an die Universität. Das geht aus einer Pressemitteilung der Universität hervor. Spätestens ab 2030 kann die Hochschule an insgesamt 31 Standorten deshalb in Erlangen, Nürnberg und Fürth eine verbesserte Rad-Infrastruktur anbieten.

Zum Programm gehören unter anderem überdachte Fahrradabstellplätze und Anlehnbügel, Reparatursäulen und Duschräume. Die Planungen haben bereits begonnen, gebaut wird Schritt für Schritt über die kommenden Jahre. Los geht‘s mit Standorten am FAU Campus Erlangen Süd, gefolgt vom FAU Campus Erlangen Mitte und dem FAU Campus Nürnberg.

Auch FabLab Erlangen profitiert: Werkzeug wird angeschafft

Zusätzlich zu den Infrastrukturmaßnahmen können aus dem Projekt zum Beispiel Informationsmaterial sowie die Ausstattung der Fahrradwerkstatt des FabLabs, einer offenen Werkstatt an der Technischen Fakultät in Erlangen, mit Werkzeug finanziert werden.

„Dass wir mit diesem Antrag erfolgreich waren, ist ein echter Gewinn für unsere Studierenden und Mitarbeitenden“, freut sich Christian Zens, Kanzler der FAU. Neben dem Komfortzuwachs für die Radlerinnen und Radler unter den FAU-Angehörigen zahlt das Projekt vor allem auf die Nachhaltigkeitsoffensive der FAU ein: „In der Treibhausgasbilanz der FAU schlägt der Pendelverkehr im Moment mit fast einem Drittel aller CO2-Emissionen der Universität zu Buche. Gleichzeitig ist bei der Mobilitätsumfrage sehr deutlich geworden, dass allein rund sieben Prozent mehr Beschäftigte mit dem Rad zur Arbeit fahren würden als bisher, wenn es eine entsprechende Infrastruktur gäbe, so Zens weiter.

Das Green Office erhoffe sich hier einen klaren Effekt: „Eine Verlagerung von rund 3 Prozent aller bislang mit dem Auto absolvierten Personenkilometer auf das Fahrrad halten wir für möglich – und damit allein bei den Hauptwegen vom Wohnort zum Arbeitsplatz und zurück einen Emissionsrückgang von 325 Tonnen im Jahr“, so Kathrin Fuhrmann, Leiterin der Stabsstelle.

Besonders erfreulich sei der Projekterfolg, weil nun konkret wichtige Maßnahmen aus dem Mobilitätskonzept der FAU innerhalb eines kurzen Zeithorizonts umgesetzt werden könnten – Maßnahmen, für die sonst kaum Mittel zur Verfügung gestanden hätten.