
Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi sieht die Tarifverhandlungen im bayerischen Einzel- und Großhandel an einem Tiefpunkt. Sie hat daher am Freitagmorgen zu einem Streik auf dem Gelände der Metro in der Bucher Hauptstraße 40 in Nürnberg aufgerufen. Beteiligt haben sich Beschäftigte des Einzel- und Versandhandels sowie des Groß- und Außenhandels aus Mittelfranken, unter anderem von Metro, H&M, Ikea, Marktkauf, Kaufland und Zara.
„Trotz wiederholter Signale der Beschäftigten herrscht auf der Arbeitgeberseite absolute Eiszeit“, heißt es in einer Pressemitteilung der Gewerkschaft. „Die Geduld der Beschäftigten ist am Ende.“ Unter dem Motto „Unser Gehalt schmilzt wie Eis in der Sonne“ wurden die Auswirkungen der Inflation verdeutlicht.
Streik bei Ikea, Kaufland, Marktkauf und Co: Angebot der Arbeitgeber reicht Gewerkschaft nicht
„Während die Konzerne weiter Gewinne einfahren, wissen viele Beschäftigte im Handel kaum noch, wie sie die täglichen Einkäufe, die Miete oder die Energiepreise bezahlen sollen“, sagt Gewerkschaftssekretärin Susanne Jensen. Das Angebot der Arbeitgeberseite bedeute für die Beschäftigten im Kern einen massiven Reallohnverlust.
Die Arbeitgeber im Einzelhandel haben bei einer Laufzeit von 24 Monaten unter anderem angeboten, die Löhne und Gehälter bei sechs Nullmonaten zum 1. November 2026 um zwei Prozent zu erhöhen. Bei weiteren drei Nullmonaten könne zum 1. August 2027 eine Erhöhung um 1,5 Prozent kommen.
Der Bericht wurde aktualisiert.

1 Kommentar
Mhm
Die Gewerkschaft ruft wohl eher zu einer Kundgebung auf dem Gelände der Metro auf. Der Streik ist ja nicht ortsgebunden.
03.07.2026 08:50 Uhr