Fürth - Wo ist das Leck? Wochenlang hat die Infra die Brunnenanlage im Fürther Stadtpark nach der undichten Stelle abgesucht, fündig wurde sie nicht. Jetzt soll eine Spezialfirma helfen. Auch die Mittelfontäne wurde nun abgeschaltet.
22.05.2026 11:00 Uhr

Wo genau verliert die schmucke Brunnenanlage im Fürther Stadtpark das Wasser? Dieser Frage geht die Infra seit Wochen nach. Das Leck sei leider immer noch nicht gefunden, heißt es jetzt in einer Pressemitteilung der Stadt. Nun wird eine Spezialfirma hinzugezogen.

Bereits seit 27. April sind die kleinen Fontänen im Fürther Stadtpark und die Wasserspiele im Rosengarten abgeschaltet. Wie berichtet, hatten Fachleute zuvor bei einem routinemäßigen Prüf- und Wartungstermin einen starken Wasserverlust in den Zulaufleitungen zum Fontänenhof und zu den zwei Becken im Rosengarten festgestellt. Damit war klar: Irgendwo muss hier etwas undicht sein. Um das Leck zu finden, wollte die Infra die Leitungen abschnittsweise aufgraben. Die Stadt bezifferte den wöchentlichen Wasserverlust damals auf 450 Kubikmeter, das entspricht dem Inhalt von rund 2200 Badewannen.

Wegen Leck: Auch die große Mittelfontäne im Stadtparkbrunnen ist jetzt abgeschaltet

Die Infra arbeitet nach Angaben des Rathauses mit Hochdruck daran, das Problem zu beheben, sie konnte aber die Lecks bisher nicht lokalisieren. Hoffnung setzt sie jetzt in eine Spezialfirma: Diese soll am Dienstag, 26. Mai, „mittels Kamerabefahrung, Leitungs- und Leckageortung“ die Schäden aufdecken. Hierfür war auch die Abschaltung der großen Mittelfontäne im Stadtparkbrunnen im Vorfeld am Donnerstag, 21. Mai, erforderlich, erklärt das Rathaus. Im Zuge dessen muss auch das gesamte Brunnenwasser ausgelassen werden. Wann die Fontänen teilweise oder wieder komplett sprudeln können, kann erst entschieden werden, wenn die Ursache gefunden und behoben ist.

Die Wasserspiele des Fontänenhofs - mit 17 kleinen Fontänen und einer Mittelfontäne - in der Hans-Schiller-Allee und des Rosengartens wurden Mitte des vergangenen Jahrhunderts erbaut, zur Gartenschau „Grünen und Blühen“ 1951, Hans Schiller war seinerzeit der Stadtgartendirektor. Naheliegend ist, dass Materialermüdung ein Grund für den massiven Wasserverlust sein dürfte.