Nürnberg/Fürth - Die SpVgg Greuther Fürth steht vor dem Abstieg in die 3. Liga. Wut, Enttäuschung und nur noch wenig Hoffnung – das ist die Gefühlslage vieler Kleeblattfans vor dem letzten Spieltag. Doch was wünschen die Clubfans ihrem Lokalrivalen in Not?
17.05.2026 14:53 Uhr

Das Fürther Kleeblatt muss am letzten Spieltag der zweiten Fußball-Bundesliga auf ein Fußballwunder hoffen. Wahrscheinlich reicht am Sonntag gegen Fortuna Düsseldorf nur ein hoher Sieg zur Rettung.

Horrorszenario Abstieg? Das kennen Clubfans nur zu gut, nicht umsonst bezeichnen etliche die letzte, hochdramatische Rettung in der Abstiegsrelegation 2020 (Schleusener-Tor in der Nachspielzeit gegen Ingolstadt) immer noch als „Nahtoderfahrung“. Abstieg oder doch noch ein Wunder: Was wünscht man als Cluberer dem taumelnden Lokalrivalen?

An unserer Umfrage im Netz beteiligten sich über 1400 Userinnen und User – eine Auswahl der Stimmen haben wir hier zusammengestellt.

Was wünscht man als Clubfan dem Fürther Kleeblatt?

Rainer Neugebauer: Ich bin eigentlich zwiegespalten. Einerseits wünsche ich der Region und dem Verein den Abstieg nicht, anderseits habe ich die Schmähgesänge der Fürther Fans gegen den Club nicht vergessen, die sie bei ihrem letzten Aufstieg in die Bundesliga am Ronhof abgesondert haben.

Markus Schulze: Wenn sie absteigen, ist mir das egal. Wenn man es schafft, in so einem kurzen Zeitpunkt einen Verein so herunterzuwirtschaften...

Christian Willamowski: Also, wenn ich so zurückdenke, was uns einige Fürther damals in der Relegation gegen Ingolstadt gewünscht haben, fällt es mir schon schwer, nicht das Gleiche zu wünschen. Aber das Derby würde doch sehr fehlen, von daher hoffe ich, dass sie drin bleiben - glaube es aber nicht.

Omar Sharif: Die haben uns auch schon zum Teufel gewünscht. Den Abstieg haben sie verdient.

Jan Eißfeld: Wenn jemand am Boden liegt, tritt man nicht drauf, sondern hilft ihm auf. Also Ferrd, hobb etz!

Uwe Steingrüber: Auch wenn ich Clubberer bin: Das älteste Derby in Deutschland darf doch nicht aussterben.

Dietmar Kippes: Eine Saison ohne zwei Derbys ... ist nix.

Vinzenz Weber: Die zwei Spiele im Jahr mit einen Gurkenkick kann ich mir schenken.

Ohne das Kleeblatt wäre es doch weniger spannend, gibt Manja Höflmeier zu bedenken. Felix Klier könnte mit einem Abstieg der Fürther gut leben, aber: Die einzigen, die mir leid tun, sind die Mitarbeiter. Thomas Lederer gönnt Fürth die Rettung in letzter Minute – aber erst in allerletzter: Die dürfen ruhig bis zum Schluss leiden, Relegation mit Elfmeterschießen! Für Lebenslang Glubberer Nick wäre ein Abstieg verdient, er setzt aber trotzdem auf ein Derby: ...Man trifft sich sicher trotzdem zu nem Derbytag im DFB-Pokal. Wenn ein Derby nur nach einigen Jahren zustande kommt, ist es auch interessanter als jede Saison zwei Stück.

Klaus Schrage: Ich bin Clubfan, aber drücke den Fürthern für das letzte Saisonspiel sämtliche verfügbaren Daumen. Ein Abstieg der Spielvereinigung brächte mir gar nichts.

Marcel Hempel: Fürth muss die Klasse halten, wir brauche eine starke Region Mittelfranken.

Roland Förster: Klar, es geht um die Region. Im Derby Clubberer - im Herzen Franke.

Peter Heider: Der Blick nach Fürth sollte den Clubfans und den Verantwortlichen als Warnung dienen, wie schnell es gehen kann. Vor vier Jahren noch Bundesliga, jetzt stehen sie aufgrund einer Kette von Fehlentscheidungen vor dem Abgrund.

Gerhard Mehler: Ich bin seit über 50 Jahren Clubfan und hoffe, dass sie drin bleiben. Als ich noch jung war, hätte ich nicht so gedacht, heute denke ich, dass es kindisch ist, wenn man möchte, dass Fürth absteigt.

Sven Wendel: Rivalität hin oder her, aber den Abstieg wünsche ich ihnen nicht!

Gerhard Ratschmeier: Bin zwar Clubberer, aber Fürth muss drinbleiben, gibt andere auf die ich verzichten könnte.

Thomas Fischer: Es wird alles gut - ich bin ein Clubfan, drücke euch ganz fest die Daumen!

Norbert Maletz: Schalke weg, Kleeblatt weg - da würden dann vier Spiele fehlen, in denen das Stadion voll und die ganze Stadt eine Woche voller Vorfreude war.

Gerhard Strauber: Ich drücke den Fürthern alle Daumen, trotz Rivalität ist Fürth ein Tradtionsverein, es wäre zu schade für die 3. Liga, und schade fürs Derby. Also Jungs, auf geht’s, kämpfen!

Gerhard Haberkamm: Ich sehe das nicht so eng, denn ohne Fürth würde in der 2. Liga was fehlen.

Marc Keller: Als Glubberer möchte ich natürlich, dass es ein Derby gibt! Schon allein aus finanziellen Gründen: Wir haben nächstes Jahr wahrscheinlich kein einziges ausverkauftes Heimspiel (Fürth/Schalke).

Udo Landgraf: Ich drücke Fürth die Daumen, wäre schade für die Region und wir können nächste Saison wieder zwei Siege einfahren.

Michael Anskat: Ich hoffe, sie bleiben drin, weil es schade wäre für die Region und sie so schnell nicht wieder hochkommen (siehe 1860, Ingolstadt, Ulm)

Anthony Murphy: Franken halten zusammen, Basta.