
Natürlich wollten sie in Berlin noch nicht aufgeben. Ein paar Minuten nach dem ernüchternden 1:2 bei Hertha BSC, einem Fußballspiel, das vielen rund ums Kleeblatt die Hoffnung raubte, setzte der enttäuschte Heiko Vogel im Kabinengang schon zu einer kurzen Saison-Analyse an. „Wir müssen uns an unsere eigene Nase fassen. Aus meiner Sicht haben wir in zu vielen Spielen zu oft unsere Hausaufgaben nicht gemacht“, sagte der Trainer, der den Blick danach aber wieder nach vorne warf.
In den Tagen bis zum entscheidenden Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf am Sonntag (15.30 Uhr) gehe es vor allem darum, „einen Plan zu entwerfen, dass es vielleicht trotzdem noch reicht“. Dass die Spielvereinigung den drohenden Abstieg in die dritte Liga doch noch irgendwie abwendet. Diesen Plan haben sie in Fürth zuletzt in aller Abgeschiedenheit ausgearbeitet und die Tore zum Trainingszentrum dauerhaft geschlossen. Ein öffentliches Training gab es nicht, weshalb Vogel erst wieder in der Pressekonferenz am Freitag sprach.
Die SpVgg Greuther Fürth muss ihre „Hausaufgaben machen“
Wie dieser Plan aussieht, mit dem sie sich mindestens in die Relegationsspiele retten wollen? „Es ist ein bisschen komplex“, antwortete Vogel. „Zunächst geht es darum, dass wir unsere Hausaufgaben machen. Die Hausaufgaben können mit unterschiedlichem Ausgang ein unterschiedliches Ergebnis haben.“ An einem letzten Spieltag könne „jedes Tor etwas bewirken - in die eine wie in die andere Richtung“, sagte der Trainer. „Natürlich wissen wir, was wir bieten müssen, um gewisse Ziele zu erreichen.“
Um nicht auf die Ergebnisse der Konkurrenz angewiesen zu sein, müssen die Fürther mit drei Toren Unterschied gewinnen. Dann hätten sie das deutlich schlechtere Torverhältnis gegenüber der Fortuna aufgeholt und würden in der Tabelle an dieser vorbeiziehen. Trotzdem will er Trainer keine „kopflose Attacke“ ausrufen, „um das gewünschte Ergebnis in den ersten Minuten“ zu erreichen. „Das wäre fatal. Es ist aber auch nicht die kontrollierte Offensive, wie es Otto Rehhagel mal gesagt hat.“
Stattdessen werde es „ein Mix dazwischen sein. Wir sind uns bewusst, dass wir beginnen müssen, nicht nur Düsseldorf unter Druck zu setzen, sondern mit einem Torerfolg auch andere Mannschaften.“ Auch Arminia Bielefeld (gegen Hertha BSC) und Eintracht Braunschweig (bei Schalke 04) können noch absteigen, weshalb Vogel auf der Bank „alle Informationen haben“ möchte, „denn die können entscheidend sein, ob wir vielleicht offensiver agieren müssen oder defensiver agieren können.“
Deshalb möchte der Trainer über 90 Minuten einen Ansatz finden, „um alle Phasen des Spiels abdecken zu können“, sagte Vogel. „Es gibt auch Umschaltmomente für den Gegner, weil man mehr Risiko gehen muss. Dafür muss man gewappnet sein.“
Info
Fürth: Prüfrock; Dehm, Ziereis, Elvedi, Münz - Will, Srbeny - Keller, Hrgota, Klaus - Futkeu.
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2 Kommentare
Der Beobachter
Das Rezept ist denkbar einfach:
1. Gewinnen
2. Möglichst mit 3 Toren Unterschied gewinnen
3. Fertig
16.05.2026 16:11 Uhr