Nürnberg - Nach dem frühlingshaft schönen Wochenende folgt in Franken erst einmal ein spürbarer Dämpfer mit Kälte, Wind und Schauern. Doch es gibt Hoffnung: Nach einer durchwachsenen Woche kündigt sich auch die Sonne wieder an.
12.05.2026 12:48 Uhr

Das Wochenende hat vielerorts bereits Lust auf den Sommer gemacht: Sonne, milde Temperaturen, draußen sitzen bis in die Abendstunden. Doch jetzt ist erst einmal Schluss mit dem Frühlingshochgefühl. Ein spürbarer Kälteeinbruch ist über die Region hereingebrochen.

Wie der fränkische Wetterexperte Stefan Ochs („Wetterochs“) berichtet, strömt am Dienstag, 12. Mai, trockene Kaltluft nach Franken - mit teils starken bis stürmischen Nordwestböen. Der Himmel zeigt sich bewölkt, zwischendurch gibt es Auflockerungen und immer wieder Sonne. In Oberfranken treten häufiger kurze, wenig ergiebige Schauer auf als in Mittelfranken. Viel wärmer als 12 Grad wird es dabei nicht.

Kälteeinbruch „passt zu den Eisheiligen“: So wird das Wetter in der Region

In der Nacht zum Mittwoch beruhigt sich das Wetter vorübergehend, stellenweise klart es auf. Die Temperaturen sinken deutlich ab, bleiben aber laut aktueller Einschätzung meist über der kritischen Marke. Leichter Frost ist demnach höchstens in Bodennähe und nur in ungünstigen Lagen zu erwarten.

Von Mittwoch bis Samstag bestimmt dann ein Tief über Südskandinavien unser Wetter. Es lenkt weiterhin kühle Luft vom Nordatlantik in die Region. Das bedeutet: ein typischer Wechsel aus Sonne, Wolken und Schauern. Zeitweise ziehen schmale Regenbänder durch, gelegentlich kann es blitzen und donnern. Wann es genau wo regnet, lässt sich laut Wetterochs kaum vorhersagen. Die Tageshöchstwerte pendeln um 14 Grad, nachts geht es auf etwa 4 Grad herunter, Wind und Wolken verhindern aber meist Frost.

Für den Feiertag Christi Himmelfahrt wird das Wetter also „irgendwo zwischen ‚schön‘ und ‚schlecht‘“, sagt Ochs. Erst am Vortag werde sich abzeichnen, wie hoch die Schauerwahrscheinlichkeit tatsächlich ist.

Gute Nachrichten zum Wochenende: Am Sonntag kommt die Sonne doch noch raus

Ein solcher Kälteeinbruch sei natürlich vor allem nach der Wärme des Wochenendes überraschend, aber für Mai nicht völlig außergewöhnlich, sagt ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Es sei „typisch, dass es auch im Mai immer mal diesen Kaltfluss-Einfluss gibt“. Polarluft komme von der Nordsee ins Land. „Das passt ja auch zu den Eisheiligen dieses Jahr.“

Die Eisheiligen sind die Tage vom 11. bis zum 15. Mai. Dabei handelt es sich um eine Bauernregel beziehungsweise einen Volksglauben ohne wissenschaftliche Grundlage. Sie beschreiben ein Wetterphänomen, bei dem nach einer warmen Phase häufig noch einmal kühle Luftmassen und Nachtfrost auftreten können.

Benannt sind die Eisheiligen nach fünf katholischen Heiligen. Vor allem bei Gärtnern gilt die Faustregel, frostempfindliche Pflanzen erst nach dem 15. Mai, der sogenannten „kalten Sophie“, nach draußen zu pflanzen.

Gute Nachrichten gibt es dann zum Wochenende: Am Sonntag bleibt es überwiegend trocken, die Sonne zeigt sich häufiger und die Temperaturen klettern auf bis zu 16 Grad. Und der Blick nach vorn macht Hoffnung: Für die erste Hälfte der kommenden Woche wird sonniges, trockenes Maiwetter mit Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad in Aussicht gestellt. Dann bekommt der Frühling eine zweite Chance.