
Als das Gerücht um die Verpflichtung von Chris Jandric im Sommer Realität wurde, stellte man sich Jakob Weber vor: frustriert oder motivierter denn je. Im Trikot der Ice Tigers hatte der Verteidiger in der Saison zuvor immer wieder andeuten dürfen, dass er in der Deutschen Eishockey-Liga mehr als ein Mitläufer sein kann. Dazu brauchte es Eiszeit, Verantwortung und die Gelegenheit, sich im Power-Play beweisen zu dürfen. Jandric, fünf Jahre älter, Kanadier, würde genau das bekommen. Und was würde dann mit Jakob Weber passieren?
180 Minuten Eishockey später, lässt sich diese Frage vorerst mit einem „überhaupt nichts“ beantworten - zumindest passierte nichts, was die Entwicklung Weber hätte negativ beeinflussen können. Jandric bekommt in Nürnberg zwar die Gelegenheit, neben Owen Headrick die erste Power-Play-Formation zu organisieren. Mit der zweiten Formation aber sprang bislang Jakob Weber aufs Eis. In Ingolstadt hatte das allein im ersten Drittel zu zwei Überzahltreffern geführt. Einen davon erzielte der 22-Jährige selbst. Überhaupt ist auffällig, dass Weber öfter den eigenen Abschluss sucht. Mehr als zwei Minuten Power-Play-Eiszeit pro Spiel, ein Tor, eine Vorlage, drei Siege - besser hätte der Saisonstart für die Nummer 41 kaum laufen können. Bis er einen Schuss zu viel blockte.
Jakob Weber fehlt den Nürnberg Ice Tigers vier bis sechs Wochen lang
Am Donnerstagvormittag gaben die Ice Tigers bekannt, dass sich Jakob Weber verletzt habe und vier bis sechs Wochen ausfallen werde. Seine positive Entwicklung wird die Fußverletzung verzögern, vor allem werden die Ice Tigers den laufstarken und passsicheren Verteidiger vermissen. Wobei spannend ist, wer Webers Rolle in der zweiten Power-Play-Formation übernehmen wird.



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