Forchheim - Landkreis Forchheim verzeichnet zehn Prozent mehr Immobilienumsätze im Jahresvergleich.
24.09.2026 12:38 Uhr

Im Raum Forchheim besteht hohe Nachfrage nach Wohnimmobilien. Laut Sparkasse Forchheim und LBS Süd haben sich Interessenten an stabilisierte Zinsniveaus und beruhigte Preise angepasst, was den Bestandsmarkt belebt. Die Mehrheit in Deutschland wünscht sich ein Eigenheim. 74 Prozent sehen Immobilien als sichere Altersvorsorge. In der Region bleibt die Nachfrage hoch. Dieser Trend wird durch die Erkenntnis gestützt, dass Wohneigentum langfristig Vermögensaufbau ermöglicht und vor Mietpreissteigerungen schützt. Besonders junge Familien und Arbeitnehmer mit stabilen Einkommen zeigen großes Interesse an dem Erwerb von Immobilien in dieser attraktiven Gegend, heißt es in der Mitteilung.

Die Immobilienumsätze stiegen: Bayern verzeichnete 2025 einen Wert von 54 Milliarden Euro (+9 Prozent). Im Landkreis Forchheim lag das Volumen bei 301 Millionen Euro (+10 Prozent). Diese positiven Entwicklungen deuten auf eine kontinuierliche Stabilisierung des Marktes hin und unterstreichen die wirtschaftliche Bedeutung des Immobiliensektors für die regionale Entwicklung.

Immobilienmarkt in Bayern wächst: Weiterhin hohes Kreditvolumen bei anhaltender Wohnungsknappheit

Preislich kosten gebrauchte Häuser in Bayern 150.000 bis 900.000 Euro, Eigentumswohnungen 1400 bis 4200 Euro pro Quadratmeter. Die großen Preisspannen reflektieren unterschiedliche Lagen und Ausstattungsmerkmale der Objekte sowie regionale Unterschiede zwischen peripheren und zentraleren Gebieten. Der Wohnraumbedarf bleibt hoch. Gleichzeitig ist die Bautätigkeit schwach: 2025 wurden nur 46.000 Wohnungen fertiggestellt, deutlich unter dem Bedarf von 70.000. Diese Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage dürfte eine weitere Preisstabilität in Bayern oder sogar Preiserhöhungen in den kommenden Jahren begünstigen, glaubt die Sparkasse.

Die Sparkasse Forchheim vermittelte 89 Objekte im Volumen von 27,4 Millionen Euro. Die LBS Süd verzeichnete Kreditauszahlungen von 1,8 Milliarden Euro, über die Hälfte davon Bauspardarlehen. Diese haben sich seit 2022 fast vervierfacht, da Kunden von festen Zinsen profitieren.