Nürnberg - Für ein gerechteres Bildungssystem hat es Kundebungen in bundesweit 13 Städten gegeben - auch in Nürnberg demonstrierten Schülerinnen und Schüler sowie weitere Gruppen für Änderungen im Schulsystem auf dem Kornmarkt. Das sind die Forderungen.
20.09.2026 11:09 Uhr

Mit Protestaktionen haben Schülerinnen und Schüler sowie weitere Unterstützer am Samstag auf dem Kornmarkt eine Bildungswende gefordert. Insgesamt gab es 13 Aktionen in ganz Deutschland, darunter auch in Nürnberg und München. Die Bewegung „Bildungswende JETZT!“ setzt sich seit 2023 mit über 200 Bündnisorganisationen - davon fast 50 in Bayern - für ein gerechtes, zukunftsfähiges und inklusives Bildungssystem ein.

Angeführt wurde der Protest in Nürnberg von der Bayerischen Schüler*innenbewegung. Diese fordert unter anderem, unangekündigte Leistungsnachweise abzuschaffen sowie Inklusion und Barrierefreiheit umzusetzen. Schülerinnen und Schüler sollten zudem mehr Teilhabe an Entscheidungen haben. Zudem wird die frühe Aufteilung in verschiedene Schulformen kritisiert.

Nürnberger Schülerinnen und Schüler demonstrierten auf dem Kornmarkt

In Nürnberg machten Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit der Inszenierung „Völkerball“ auf Missstände im bayerischen Schulsystem aufmerksam. So sortierte auf dem Kornmarkt ein riesiger Ball, der symbolisch das Bildungssystem darstellen sollte, Schülerinnen und Schüler in Schubladen ein - mit der Aktion wurden Selektion und Etikettierung durch Noten und Beurteilungen kritisiert.

Markus Weinberger, der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Bayern, sagte: „Die PISA-Ergebnisse stellen der Bildungspolitik erneut ein beschämendes Zeugnis aus. Eine demokratische und gerechte Gesellschaft braucht ein Bildungssystem, das niemanden zurücklässt.“