
Nach dem überraschenden Abgang von Bahri Kurter als einer von drei Vorständen der Brandstätter Group, zu der Playmobil gehört, hat das Zirndorfer Unternehmen den Manager Lars Wagner neu in das Gremium berufen. Gemeinsam mit René Feser und Matthias Fauser werde das Unternehmen damit ab dem 1. Oktober von drei gleichberechtigten Vorständen geleitet, teilte ein Sprecher am Freitag mit.
Der 54-jährige Lars Wagner hat in der Vergangenheit unter anderem für Walt Disney und die US-amerikanische Film- und Fernsehgesellschaft Warner gearbeitet. Er war in leitender Position auch bereits im Unternehmensgefüge Brandstätter aktiv: Von 2018 bis 2021 war er als weltweiter Vorstand Brand- & Productmanagement/CMO Playmobil tätig.
Neuer Playmobil-Vorstand Lars Wagner war bei einigen Konkurrenten
Dann verließ er Zirndorf und wechselte zum direkten Konkurrenten Schleich nach Schwäbisch Gmünd. In den vergangenen Jahren beriet Wagner außerdem Marken wie Tonies und Nici bei strategischen Themen.
Die Horst Brandstätter Group holt den 54-Jährigen jetzt zurück, weil Wagner „über ein entsprechend breites Netzwerk und langjährige Erfahrung in der Zusammenarbeit mit den wichtigsten Partnern der Spielwarenbranche“ verfüge, heißt es in einer Pressemitteilung. Darin wird Wagner mit den Worten zitiert: „Ich freue mich, dass ich es wieder mit einem physischen Produkt zu tun haben werde.“ Er sei überzeugt, dass darin großes Wachstumspotenzial in der digitalen Welt liege.
Die Spielzeugmarke Playmobil befindet sich in wirtschaftlich schwierigem Fahrwasser. Erst vor wenigen Wochen war die Produktion in Deutschland eingestellt und ins Ausland verlagert worden. Im Juni haben 350 Mitarbeiter des Betriebs in Dietenhofen (Landkreis Ansbach) ihren Job verloren. Playmobil wird damit nur noch in Malta und Tschechien produziert. Unser Medienhaus hat mehrfach darüber berichtet.
Zu den Gründen für die personelle Veränderung an der Unternehmensspitze machte Brandstätter weiterhin keine Angaben.



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