Forchheim - Steigende Schülerzahlen treffen auf begrenzte Ressourcen. Bei der zweiten Ausgabe von „FOr Ort“ sprechen Bildungsexperten über Herausforderungen und Lösungsansätze für Schulen in Stadt und Landkreis Forchheim.
19.09.2026 09:25 Uhr

Steigende Schülerzahlen, sanierungsbedürftige Schulgebäude und der anhaltende Lehrkräftemangel stellen Bildungseinrichtungen vielerorts vor große Herausforderungen. Wie ist die Situation in Forchheim? Reichen die Kapazitäten an den Schulen aus, um den wachsenden Bedarf zu decken? Und wie lassen sich notwendige Baumaßnahmen mit einem funktionierenden Schulalltag vereinbaren? Diesen Fragen widmet sich die zweite Ausgabe der Diskussionsreihe „FOr Ort – FOrchheimer Gespräche“.

Zu der Veranstaltung laden das Junge Theater Forchheim (JTF) und die Nordbayerischen Nachrichten am Donnerstag, 24. September, um 19 Uhr ins Junge Theater Forchheim ein. Unter dem Titel „Bildung am Limit? Forchheim zwischen Sanierung und Schüleransturm“ diskutieren zwei ausgewiesene Bildungsexperten über die aktuelle Lage an den Schulen in Stadt und Landkreis: Bruno Kuntke, Schulleiter des Herder-Gymnasiums Forchheim, und Cordula Haderlein, fachliche Leiterin und Direktorin des Schulamts Forchheim.

Dezember 2022 Cordula Haderlein
<p>Cordula Haderlein ist Schulamtsdirektorin in Forchheim.</p> © privat/VNP

Forchheims Schulen unter Druck: Reicht das Bildungssystem noch für die Zukunft?

Eltern fragen sich, welche Schule ihr Kind besuchen kann. Lehrkräfte stoßen an Belastungsgrenzen. Kommunen investieren Millionenbeträge in Gebäude und Infrastruktur. Und gleichzeitig wächst der Anspruch an Schule stetig: Bildung, Betreuung, Integration, Digitalisierung, Persönlichkeitsentwicklung und Berufsorientierung sollen gleichermaßen gelingen.

Im Mittelpunkt des Abends stehen die Entwicklung der Bildungsinfrastruktur, die Folgen steigender Schülerzahlen sowie die Auswirkungen auf Schulen, Lehrkräfte und Kommunen. Dabei soll der Blick jedoch über die rein baulichen Herausforderungen hinausgehen. Auch Themen wie die Digitalisierung des Unterrichts, die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, Chancengleichheit im Bildungssystem sowie der Fachkräftemangel an Schulen werden aufgegriffen.

Die Gesprächspartner wollen gemeinsam mit dem Publikum der Frage nachgehen, wie gut die Schulen in der Region für die kommenden Jahre aufgestellt sind und welche Weichen bereits heute gestellt werden müssen, um langfristig gute Bildungsbedingungen zu sichern.

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<p>Bruno Kuntke ist Leiter des Herder-Gymnasiums in Forchheim.</p> © Athina Tsimplostefanaki/VNP

Junges Theater und „NN“ schaffen Ort des Dialogs

Moderiert wird die Diskussion von „NN“-Redakteurin Annika Falk-Claußen. Mit der Reihe „FOr Ort – FOrchheimer Gespräche“ wollen das JTF und die Nordbayerischen Nachrichten gesellschaftlich relevante Themen aufgreifen und den Austausch zwischen Bürgerinnen und Bürgern fördern. Das Theater versteht sich dabei nicht nur als Kulturstätte, sondern auch als Ort des Dialogs über Fragen, die die Region bewegen.

Unterstützt wird die Veranstaltung von der Sparkasse Forchheim. Karten zum Preis von 3,50 Euro sind im Vorverkauf über den Ticketshop der Sparkasse Forchheim sowie an der Abendkasse erhältlich.


Ihre Fragen auf dem Podium

Wo drückt an den Schulen der Schuh? Reichen Klassenzimmer und Lehrkräfte aus? Wie erleben Familien, Schülerinnen und Schüler die aktuellen Herausforderungen? Die „NN“ möchten die Anliegen der Leserinnen und Leser in die Diskussion einbringen. Fragen an die Gäste der Veranstaltung können vorab per E-Mail an [email protected] gesendet werden. Eine Auswahl der Einsendungen wird in der Gesprächsrunde aufgegriffen.