Fürth - Feierlicher Start für 70 angehende Lehr- und Förderlehrkräfte in Stadt und Landkreis Fürth: Sie wurden im Landratsamt am Pinderpark in Zirndorf vereidigt und treten jetzt ihren Vorbereitungsdienst an.
15.09.2026 09:50 Uhr

Die Schule beginnt jetzt nicht nur für viele Kinder. Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung im Landratsamt Fürth sind auch 70 angehende Lehr- und Förderlehrkräfte in ihren Vorbereitungsdienst gestartet. Die Staatlichen Schulämter in der Stadt und im Landkreis Fürth begrüßten 60 Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter für Grund- und Mittelschulen, sieben Fachlehreranwärterinnen und Fachlehreranwärter sowie drei Förderlehreranwärterinnen.

Schulamtsdirektor Wilfried Brehm, fachlicher Leiter der Staatlichen Schulämter, hieß die jungen Kolleginnen und Kollegen herzlich willkommen. Auch Landrat Bernd Obst wünschte für die bevorstehende Ausbildungszeit viel Erfolg, Freude und Durchhaltevermögen.

Vorbereitungsdienst folgt auf Staatsexamen

Mit dem Vorbereitungsdienst beginnt für die angehenden Lehrkräfte die zweite Phase ihrer Ausbildung nach dem ersten Staatsexamen. In den kommenden zwei Jahren sammeln sie praktische Erfahrungen an ihren Einsatzschulen, hospitieren bei erfahrenen Lehrkräften und übernehmen zunehmend eigenverantwortlich Unterricht. Ergänzend besuchen sie regelmäßig die praxisorientierten Studienseminare. Dort setzen sie sich mit fachdidaktischen, methodischen und pädagogischen Fragen auseinander und reflektieren ihre Erfahrungen aus dem Schulalltag.

Die Nachwuchskräfte erhielten einen kleinen bunten Papierregenschirm. Er soll symbolisieren, dass nicht alle Herausforderungen des beruflichen Alltags verhindert werden können – dass es aber möglich ist, auch bei schwierigen Bedingungen handlungsfähig zu bleiben und den eigenen Weg weiterzugehen. Passend dazu wurde ein Gedanke des bayerischen Humoristen Karl Valentin aufgegriffen: „Ich freue mich, wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.“ Die Botschaft dahinter: Nicht alles, was im Schulalltag geschieht, liegt in der eigenen Hand. Beeinflussbar sei jedoch die Haltung gegenüber Herausforderungen.

In ihrer Ansprache wurden die angehenden Lehrkräfte ermutigt, den Vorbereitungsdienst als Zeit des Lernens, Ausprobierens und persönlichen Wachstums zu verstehen. Nicht jede Unterrichtsstunde müsse von Anfang an perfekt gelingen. Entscheidend seien die Bereitschaft zur Reflexion, der Mut, neue Wege zu gehen, und die Fähigkeit, Unterstützung anzunehmen.

Die Staatlichen Schulämter betonten, dass die Neulinge während ihrer Ausbildung auf ein Unterstützungsnetz zurückgreifen können. Seminarleitungen, Betreuungslehrkräfte, Schulleitungen und Kollegien stehen ihnen bei Fragen und Herausforderungen zur Seite.

Alle Schulen, Klassen und Schüler seien anders. Dies mache Schule lebendig und biete zahlreiche Chancen für gemeinsames Lernen. Die Aufgabe von Lehrkräften bestehe deshalb nicht darin, alle gleich zu machen, sondern Vielfalt wahrzunehmen, wertzuschätzen und allen Schülerinnen und Schülern Raum für ihre Entwicklung zu geben.