
Sie hasst Routinen und liebt das Abenteuer: Die Nürnberger Künstlerin Bogi Nagy war schon viel unterwegs in ihrem Leben. Letztes Jahr wagte sie aber eine auch für sie ungewöhnliche Reise: Sie wanderte von ihrer Haustür in der Nürnberger Altstadt los, über die Alpen, bis nach Venedig. 758 Kilometer weit.
Ihre Route war dieselbe wie die von Nürnbergs berühmtestem Künstler: Albrecht Dürer. Der spielt in Bogi Nagys Kunst eine wichtige Rolle. Ihm war sie auf ihrem Fußmarsch auf besondere Art nahe. Genau dieselben Aussichten zu haben, die Dürer einst festgehalten hat, waren für die Künstlerin unvergessliche Momente. „Oh mein Gott, ich bin genau da, wo er einst war. Einfach nur Gänsehaut“, beschreibt sie es. Natürlich hatte auch sie einen Skizzenblock dabei, um die Szenerie festzuhalten.
Künstlerin Bogi Nagy: Nachts kletterte sie aus einem Toilettenfenster
In der Ausstellung „Original Dürer! Briefe aus Venedig - Featuring Bogi Nagy“ kann man bis zum 4. Oktober 2026 im Vorraum noch Skizzen von Nagy sehen und Utensilien betrachten, die sie auf ihrer Wanderung dabei hatte. In einem Gewinnspiel kann man das Gewicht ihres Rucksackes schätzen. Man braucht fast nichts, stellte sie auf der Reise fest. Auf der Pilgerreise kam die ansonsten Mode liebende Fränkin mit nur wenigen Kleidungsstücken aus.
Im Podcast „Mit.Menschen“ erzählt sie im Gespräch mit Anette Röckl von ihren Gefühlen und Erlebnissen auf dieser unglaublichen Reise. Was die größte Herausforderung war, warum sie als Frau allein unterwegs nie Angst hatte und warum sie einmal nachts über ein Toilettenfenster türmte.
Sie spricht über die schlimmsten und über die schönsten Momente, warum sie die Reise fast hätte abbrechen müssen und was sie für ihr Leben davon mitnimmt. Bogi Nagy erzählt dabei so packend, dass man am Ende am liebsten gleich selbst das Ränzlein packen und loslaufen möchte.
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