
Wie prägte Heimarbeit einst den Alltag der Menschen in Wendelstein und welche Rolle spielte dabei die Mitarbeit von Kindern? Diesen Fragen widmet sich Dr. Jörg Ruthrof am Sonntag, 13. September, ab 14.30 Uhr im Drechsler- und Metalldrückermuseum in Wendelstein. Der Vortrag ist Teil des heimatkundlichen Jahresthemas „Heimarbeit“ der Kreisheimatpfleger, das die unterschiedlichen Formen der Erwerbsarbeit zu Hause und deren Bedeutung für Wirtschaft, Familienleben und Gesellschaft in den Blick nimmt.
Heim- und Kinderarbeit gab es früher nicht nur auf dem Bauernhof, auch in größeren Orten mit verschiedenen Spezialberufen oder „Kleinzentren“ bestimmter Handwerke und Berufe war es Teil der Arbeitswelt. Im Markt Wendelstein dominierten die Holzdrechsler und Metalldrücker mit einer großen Bandbreite an Produkten für den Alltag das berufliche Leben am Ort. Aber längst nicht alles davon entstand komplett in den Werkstätten oder zu den regulären täglichen Arbeitszeiten. Außerdem gab es „Spezialberufe“, die traditionell „Familienangelegenheit“ waren und saisonal ihre Hauptarbeitszeit hatten und „Nebeneinkommen“ zur Unterstützung des Familieneinkommens. Der Vortrag mit Museumsrundgang lässt die Zeit der Heimarbeit wieder lebendig werden und gibt spannende Einblicke in das damalige Arbeits- und Alltagsleben.
Einblicke in die Geschichte der Wendelsteiner Wasserversorgung
Anschließend kann ab 15.30 Uhr im Museum noch ein Vortrag im Rahmen des „Tag des offenen Denkmals“ besucht werden. Zum diesjährigen Thema „NetzWERKE: Denkmäler und Infrastruktur“ gibt Dr. Jörg Ruthrof Einblicke in die Geschichte der Wendelsteiner Wasserversorgung und des Wasserhauses.
Das Museum ist an diesem Tag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Heimatverein sorgt für Verpflegung der Besucher.
Alle weiteren Termine zum Heimatkundlichen Jahresthema können unter www.landratsamt-roth.de/jahresthema eingesehen werden. Dort steht auch der Flyer zum Download bereit oder ist in den Rathäusern der Kommunen ausgelegt.
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