
Der Nürnberger Shakil Syed hat am den Engagementpreis des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bekommen. Die Auszeichnung richtet sich an Personen, die sich in besonderer Weise um die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (UN) verdient gemacht haben. Die Würdigung durch Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) fand im Rahmen des Tags der offenen Tür des BMZ statt, das seinen Dienstsitz in Bonn hat.
Shakil Syed aus Nürnberg engagiert sich seit mehr als 20 Jahren für den Bau und Unterhalt von Grundschulen und Gemeinschaftseinrichtungen in infrastrukturschwachen Regionen Bangladeschs. Zu diesem Zweck hat er den Verein „Asha - Hoffnung für Bangladesch“ gegründet und auch ein Kochbuch mit bengalischen Rezepten geschrieben, dessen Erlös für die Arbeit des Vereins genutzt wird.
Das BMZ würdigt den Nürnberger Shakil Syed als Brückenbauer
Mit seinem Engagement zeige Shakil Syed Menschen in Deutschland die Lebensrealität in Bangladesch und baue Brücken zum Verständnis der entwicklungspolitischen Herausforderungen, so das BMZ in seiner Laudatio.
Die seit Mai 2025 als Ministerin amtierende Alabali Radovan sagte in ihrer Würdigung Syeds und der anderen sechs Preisträgerinnen und Preisträger, dass diese Anerkennung für ihr Engagement für internationale Solidarität und Zusammenarbeit verdient hätten – vor allen Dingen in Zeiten, in denen Nationalismus und Abschottung zunähmen.
Die Mentalität eines „Wir zuerst“ werde immer lauter, kritisierte die Entwicklungsministerin - gerade deshalb werde „eine starke Zivilgesellschaft“ immer wichtiger. Menschen wie die Preisträgerinnen und Preisträger seien unverzichtbar, die sich „einmischen, unterschiedliche Perspektiven einbringen, Ideen entwickeln, Beziehungen und Vertrauen aufbauen - zwischen Menschen weltweit, zwischen Deutschland und dem globalen Süden“. Radovan betonte, dass sie mit dem BMZ-Engagementpreis herausragendes Engagement würdigen und zugleich allen engagierten Menschen in Deutschland danken wolle, „die sich für Frieden und Gerechtigkeit weltweit einsetzen“.
Einen Preis hat das Entwicklungsministerium postum vergeben
Die anderen Preisträger sind Gloria Niiquaye aus Köln, der erst 18 Jahre alte Julius Latzel aus Düsseldorf sowie die Berlinerinnen Batya Blankers, Karin Mlodoch und Nataliia Fiebrig. Der im Mai 2026 verstorbene Jens Martens aus Bonn wurde für seinen „konsequenten Einsatz für nachhaltige Entwicklung und globale Solidarität“ postum geehrt, wie das Ministerium mitteilte.

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