
In diesem Artikel:
- 1. Zu spät mit der Wohungssuche beginnen
- 2. Nur auf einem Portal suchen
- 3. Unvollständige Bewerbungsunterlagen
- 4. Vorsicht vor Fake-Inseraten
- 5. Zu hohe Ansprüche an Lage und Preis
- 6. Keine Suchagenten aktiviert
- 7. Studentische Vorteile nicht nutzen
- 8. Das Budget falsch kalkulieren
- 9. Alternative Vermieter und geförderten Wohnraum übersehen
- 10. Zu schnell aufgeben
Eine Wohnung in Nürnberg zu finden, ist für viele Studierende eine echte Herausforderung. Besonders zum Semesterstart konkurrieren Hunderte Bewerber um bezahlbare Wohnungen und WG-Zimmer.
Wer typische Stolperfallen kennt und flexibel bleibt, spart Zeit und verbessert seine Chancen auf ein passendes Angebot.
1. Zu spät mit der Wohungssuche beginnen
Einer der häufigsten Fehler ist es, erst wenige Wochen vor Semesterbeginn nach einer Wohnung zu suchen. Gerade in Nürnberg sind günstige Wohnungen und WG-Zimmer schnell vergeben. Die Suche sollte daher idealerweise zwei bis drei Monate vor dem geplanten Umzug beginnen.
2. Nur auf einem Portal suchen
Viele Studierende verlassen sich ausschließlich auf ein Immobilienportal. Erfolgreicher ist es, mehrere Plattformen gleichzeitig zu nutzen und auch Wohnungsbaugesellschaften sowie lokale Facebook- oder WG-Gruppen im Blick zu behalten. Hier in der Region sollte auch die wbg Nürnberg berücksichtigt werden, da ihnen einige Wohnungen in der Umgebung gehören.
3. Unvollständige Bewerbungsunterlagen
Vermieter entscheiden häufig innerhalb weniger Stunden, wen sie unter Vertrag nehmen wollen. Deshalb sollten wichtige Unterlagen bereits vorbereitet sein. Dazu gehören:
- Personalausweis
- Immatrikulationsbescheinigung
- Einkommensnachweise oder Bürgerschaft der Eltern
- SCHUFA-Auskunft
- Mieterselbstauskunft
- Kurzes Anschreiben mit persönlichen Informationen
Bei Besichtigungen zählt es nicht nur, die Unterlagen vollständig zu haben, sondern auch der erste Eindruck. Pünktlichkeit, ein freundliches Auftreten und gezielte Fragen zu Nebenkosten, Internet, Heizkosten oder dem möglichen Einzugstermin können den entscheidenden Unterschied machen. Dabei ist es oft hilfreich, bei der ersten Besichtigung die Eltern mitzubringen.
4. Vorsicht vor Fake-Inseraten
Besonders bei günstigen Wohnungen ist Vorsicht geboten. Typische Warnsignale können sein:
- Vorrauszahlungen von der Besichtigung
- Schlüsselversand per Post
- Vermieter befindet sich angeblich im Ausland
- Auffälig günstige Miete
- Künstlicher Zeitdruck
Seriöse Vermieter verlangen in der Regel keine Zahlungen, bevor ein Mietvertrag abgeschlossen wurde. Am besten werden unseriöse Anzeigen auch direkt bei der Plattform gemeldet. Auch bei WG-Zimmern gibt es diese Betrugsmaschen, auf die Studierende achten sollten.
5. Zu hohe Ansprüche an Lage und Preis
Beliebte Stadtteile in Nürnberg wie Gostenhof, St Johannis oder die Altstadt, sind stark nachgefragt. Wer seinen Suchradius erweitert und auch Stadtteile mit guter U-Bahn-Anbindung berücksichtigt, findet oft schneller eine passende Wohnung.
6. Keine Suchagenten aktiviert
Viele Wohnungen sind bereits nach wenigen Stunden vergeben. Automatische Benachrichtigungen auf Immobilienportalen sorgen dafür, dass neue Angebote sofort per E-Mail oder App gemeldet werden.
7. Studentische Vorteile nicht nutzen
Neben der Miete selbst gibt es weitere Stellschrauben, mit denen sich Wohnkosten senken lassen: Dazu gehören unter anderm:
- Studentenwohnheime: Sie sind oft deutlich günstiger als Wohnungen auf dem freien Markt. Eine frühzeitige Bewerbung lohnt sich, da viele Wohnheime nur begrenzte Plätze haben und schnell vergeben sind. Außerdem gibt es häufig besondere Auswahlkriterien: Manche Wohnheime berücksichtigen nur Studierende, deren Wohnsitz eine bestimmte Entfernung zum Studienort hat, andere sind an bestimmte Geschlechter oder religöse Zugehörigkeiten gebunden. Es lohnt sich daher, die jeweiligen Voraussetzungen genau zu prüfen.
- Rundfunkbefreiung: Wer Bafög erhält und die Vorraussetztungen erfüllt, kann sich vom Rundfunkbetrag befreien lassen
- Wohngeld: Studierende, die kein Bafög erhalten oder unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch darauf haben, können unter Umständen Wohngeld beantragen
- Beratungsangebot: Hochschulen und Studierendenwerke unterstützen häufig kostenlos bei der Wohnungssuche und geben hilfreiche Tipps
8. Das Budget falsch kalkulieren
Viele achten nur auf die Kaltmiete, dabei sollten die folgenden Kosten ebenfalls eingeplant werden:
- Nebenkosten
- Strom
- Internet
- Rundfunkbeitrag (sofern keine Befreiung möglich ist)
- Kaution
- Umzugskosten
Ein realistischer Finanzplan schützt vor unangenehmen Überraschungen.
9. Alternative Vermieter und geförderten Wohnraum übersehen
Neben dem freien Markt und den Wohnheimen des Studierendenwerks lohnt sich in Nürnberg ein Blick auf weitere Anbieter - beispielsweise die wbg Nürnberg. Wer nur ein geringes oder gar kein eigenes Einkommen hat, kann zudem bei der Wohnungsvermittlung der Stadt Nürnberg einen Wohnungsberechtigungsschein beantragen und sich damit auch für öffentlich geförderte, günstigere Wohnungen bewerben. Hier jedoch aufgepasst: Personen die Bafög beziehen, haben durch das Bafög ein festes Einkommen und müssen drauf achten, nicht die Einkommensgrenze zu überschreiten. Ergänzend vermitteln lokale Wohnungsgenosschaften, wie die Wohnungsgenossenschaft Nürnberg Nord oder die Wohnungsgenossenschaft Nürnberg Süd-Ost, Wohnraum zu vergleichsweise stabilen Konditionen - allerdings meist verbunden mit einer Genossenschaftsmitgliedschaft.
10. Zu schnell aufgeben
Der Wohnungsmarkt in Nürnberg ist angespannt. Absagen gehören leider oft dazu. Wer regelmäßig sucht, flexibel bleibt und sich schnell auf neue Angebote bewirbt, verbessert seine Chancen deutlich.



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