
Nürnberg steht hinter der Münchner Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele ab dem Jahr 2032 - und ist bereit, Verantwortung zu übernehmen. Das gibt der 1. FC Nürnberg in Abstimmung mit der Stadt Nürnberg und weiteren Partnern in einer Pressemitteilung bekannt.
Am 26. September entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund, mit welchem Konzept Deutschland in das internationale Bewerbungsverfahren um die Olympischen und Paralympischen Spiele geht. Nürnberg ist in diesem Konzept als Austragungsort für Spiele der olympischen Fußballturniere vorgesehen. Doch Nürnbergs Beitrag solle sich nicht nur in einem einzelnen Stadion erschöpfen. Auch die Hochschulen und Unternehmen aus der Region sollen einbezogen werden, um so das gesamte Potenzial der Metropolregion auszuschöpfen, heißt es in der Mitteilung.
Sports Innovation Campus soll Sport, Bewegung und Gesundheit zusammenbringen
Genannt wird unter anderem der sogenannte Sports Innovation Campus, der im neuen Max-Morlock-Stadion entstehen soll: Hier sollen Wissenschaft, Wirtschaft und Sport Seite an Seite arbeiten – mit dem gemeinsamen Ziel, Athletinnen und Athleten besser zu machen.
Drei Hochschulen in der Region - die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), die Technische Universität Nürnberg (UTN) und die Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm (Ohm) - stehen demnach als wissenschaftliche Partner bereit, um neue Erkenntnisse zu gewinnen, wie Menschen länger gesund und leistungsfähig bleiben. Auch paralympische Athletinnen und Athleten und ihre Sportgeräte und Hilfsmittel sollen von neuen Technologien profitieren.
Auch das Fraunhofer-Institut, der Bayerische Landes-Sportverband, Adidas und Siemens Healthineers unterstützen laut Mitteilung als potenzielle Partner das Unternehmen. Genauso wie die IHK Nürnberg, die ihre Bereitschaft erklärt habe, für das Vorhaben die regionale Wirtschaft einzubinden.
Olympische und paralympische Spiele müssten über die Wettkampftage hinaus wirken, schreibt die Initiative. London 2012 und Paris 2024 hätten gezeigt, wie ein auf Bestand und Nachnutzung ausgerichtetes Konzept eine Stadt und eine Region voranbringen kann: innovative und urbane Sportangebote, neue Wohnungen, bessere Verkehrsverbindungen, zusätzliche Sportanlagen, aufgewertete öffentliche Räume. Die Erfahrungen aus London und Paris ließen sich nicht eins zu eins übertragen. Sie würden aber zeigen, wie sportliche Großereignisse Entwicklungen beschleunigen können, die eine Stadt und eine Region ohnehin brauchen.

3 Kommentare
muggsmeislaschdill
Es wird ein Leichtathletikstadion zu einem Fußballstadion reduziert und dann bewirbt man sich um olympische Spiele. Zusätzlich wird ein Kaninchen mit dem Namen Wissenschaft/Uni aus dem Zylinder gezogen. Was für Blendgranaten. Drehbuch a la CSU auf Kosten der unbeteiligten Steuerzahler.
20.08.2026 15:32 Uhr