Fürth - Hymnen auf die Spielvereinigung gibt es viele, nun ist eine weitere hinzugekommen: Der Fürther Musiker Enno Palucca hat vor kurzem einen Kleeblatt-Song veröffentlicht. Einen Seitenhieb gegen den Club aus Nürnberg kann sich der Text nicht verkneifen.
14.08.2026 18:00 Uhr

Fußball ohne Fans ist wie Sommer ohne Sonne, und weil die Liebe zum Verein auch irgendwie transportiert werden muss, gibt es neben Fahnen, Schals und Vereinstrikots natürlich auch die passenden Lieder. Einen Mangel an Hymnen auf den liebsten Verein der Stadt gibt es in Fürth eigentlich nicht - da wären unter anderem der Kleeblatt-Marsch, die Kleeblatthymne der „Travelling Playmates“, das von Volker Heißmann eingesungene „Dass wir vom Ronhof sind“ oder der Kleeblatt-Song von „Streetlife“, der sich mit langgezogenem „Kleeblatt Fürth“ und viel „Nanananana“ besonders schön mitgrölen lässt.

Nun gesellt sich, kurz vor dem Frankenderby an diesem Samstag, ein weiteres Werk dazu: Der Musiker Enno Palucca hat mit „KLBLFÜ“ eine neue Hommage an den Verein geschrieben.

Erst „SPVGG“, jetzt „KLBLFÜ“: Vor dem Frankenderby gibt‘s eine neue Kleeblatt-Hymne

Der Multiinstrumentalist und gebürtige Hamburger, der vor allem als Schlagzeuger bekannt wurde und unter anderem bei den „Goldenen Zitronen“ gespielt hat, zog vor vielen Jahren nach Fürth und hat sich dort auch der Spielvereinigung verschrieben. Bereits 2012 schuf er mit „SPVGG“ einen ersten, eher rockigen Vereinssong, der sich textlich allerdings mehr oder weniger auf einen Satz beschränkt. Nun folgt ein zweites Werk, das durchaus Hymnen-Potential hat.

„Alle 14 Tage steh ich in Block 2 und raufe mir die Haare“, so beginnt das knapp vier Minuten lange Werk. „Wann wird es endlich anders, wann fällt das nächste Tor? Doch wenn der Sieg dann unser ist, dann singen wir im Chor: Kleeblatt Fürth flying high like an eagle in the sky, irgendwann spiel’n wir Europapokal“ - diese Sätze transportieren eigentlich alles, was das Innenleben des wahlweise leidenden und zeitweise frenetisch jubelnden Fans, der die Hoffnung trotz aller Tiefschläge nie aufgibt, ausmacht. Dazu kommt eine eingängige Melodie, die auch stimmlich weniger begabte Fürth-Anhänger gut meistern können und die sich wunderbar im Chor singen lässt, wie die letzten Minuten der Aufnahme zeigen.

Und auch ein kleiner Seitenhieb auf den Erzrivalen aus der Nachbarstadt darf natürlich nicht fehlen: „Kleeblatt Fürth flying high und wir zieh’n am Club vorbei“, heißt es im zweiten Teil des Refrains. Um dann gleich zu relativieren: „... und wenn es nicht so kommt, ist es uns scheißegal.“ Ob es beim Derby im Ronhof (Anpfiff 13 Uhr) Ersteres wird oder die Fans der SpVgg Greuther Fürth bei der Partie gegen den 1.FCN doch einen Dämpfer einstecken müssen - man wird sehen. Vielleicht erklingt der neue Kleeblatt-Song dann eines Tages auch im Stadion.