
Günter Wuttke konnte auf mehr als sechs Jahrzehnte im Metzgerhandwerk zurückblicken. Seine Lehre absolvierte der gebürtige Fürther in der Metzgerei Max Voigt, 1964 legte er seine Gesellenprüfung ab. Zuletzt arbeitete er in der Metzgerei Ammon in Burgfarrnbach. Auch nach dem Wechsel zur Post blieb Wuttke dem Handwerk treu. Nun ist er mit 79 Jahren gestorben.
Um den langjährigen Vorsitzenden des Fleischergehilfen-Vereins Fürth und den ehemaligen Präsidenten des Bayerischen Fleischergesellen-Verbandes trauert die Fleischer-Innung Mittelfranken-Mitte. Seit 1961 war Wuttke Mitglied im Gehilfen-Verein, in dem er sich als 2. Vorsitzender engagierte, wie aus einer Mitteilung der Innung hervorgeht. Fast 25 Jahre lang führte er bis zu seinem überraschenden Tod die 1878 gegründete Gemeinschaft, die zwischenzeitlich fast 140 Mitglieder zählte; heute sind es etwa 100. Im Oktober 2010 wurde Wuttke zudem zum Präsidenten des 1982 gegründeten Bayerischen Fleischergesellen-Verbandes gewählt. Dieses Ehrenamt hatte er bis zur Auflösung des Verbandes 2022 inne.
Langjähriges Engagement in Fürth: Metzger Günter Wuttke ist gestorben
Lange war er auch in der Faschingsgesellschaft „Treue Husaren Fürth“ aktiv. Aber seine große Liebe sei stets die Metzgerzunft gewesen, heißt es. Für die Fürther Fleischer-Gehilfen organisierte er etwa Vereinsabende, Ausflüge, Fisch- und Ganspartien zu Metzgerwirten sowie das jährliche „Saukopfessen“ auf seiner „Ranch“ in Kreben bei Wilhermsdorf.
Gemeinsam mit Lebensgefährtin Gerlinde Klemenz und Helfern bewirtete er hier über 100 Gäste – Mitte Juni 2026 zum 15. Mal. Die fröhliche Feier mit Kesselfleisch und Bier war nun auch ein Abschied.
