
Der Arbeitsmarkt hat im Juli leicht an Schwung verloren. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Region blieb jedoch überschaubar und entsprach weitgehend dem üblichen Verlauf in den Sommermonaten, so die Agentur für Arbeit Ansbach-Weißenburg in ihrem Bericht für den Juli. Bettina Fröhlich, die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ansbach-Weißenburg, ordnet ein: „Vor den Sommerferien laufen Einstellungen häufig langsamer an. Gleichzeitig enden vermehrt befristete Beschäftigungen und Ausbildungsverhältnisse. Die leichte Eintrübung überrascht deshalb nicht.“
Von einer grundlegenden Veränderung der Dynamik des regionalen Arbeitsmarkts sei deshalb nicht zu sprechen. „Der Arbeitsmarkt bleibt weiter angespannt. Unsicherheiten unter anderem durch kurz- und langfristige internationale Krisen treffen auch die regionale Wirtschaft. Eine spürbare Entlastung ist noch nicht in Sicht“, ergänzt Fröhlich.
Zuwachs zeigte sich vor allem in der Arbeitslosenversicherung
Die Arbeitslosenquote im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen liegt bei 3,5 Prozent (Vormonat: 3,4 Prozent, Vorjahr: 3,4 Prozent). Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen ist im Vergleich zum Juni um 44 gestiegen und liegt bei 1915. Im Vorjahresvergleich nahm sie um 39 zu. Der Zuwachs der Arbeitslosigkeit zeigte sich vor allem im Bereich der Arbeitslosenversicherung, die die Agentur für Arbeit betreut.
Im Bereich der von den Jobcentern betreuten Grundsicherung blieb die Arbeitslosigkeit nahezu unverändert, heißt es in der Pressemitteilung. „Damit zeigt sich die Bewegung vor allem im beschäftigungsnahen Bereich“, so Bettina Fröhlich. Bei der Agentur für Arbeit würden kurzfristige Veränderungen am Arbeitsmarkt meist früher sichtbar, weil viele Betroffene erst seit vergleichsweise kurzer Zeit arbeitslos seien.
Die Arbeitgeber in Altmühlfranken meldeten im Juli immerhin 174 neue Stellen - 29 mehr als vor einem Monat. Insgesamt sind 940 freie Stellen im Bestand (im Juni waren es lediglich 902). Bei der Agentur für Arbeit sind 1051 Personen arbeitslos gemeldet (plus 41), beim Jobcenter 864 (plus 3).

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