
Singen macht glücklich: Dies wurde nun wieder in der St. Matthäuskirche bei der Langen Nacht der Chormusik bewiesen. Acht Chöre, insgesamt weit mehr als 300 Sängerinnen und Sänger aus Erlangen und Umgebung, fanden sich ein. Den Anfang machte die gastgebende Kantorei St. Matthäus unter der Leitung von Susanne Hartwich-Düfel mit klangvollen Motetten und dem Schlusschor der h-moll Messe von Johann Sebastian Bach.
Den ganzen Abend zeigte sich: Singen verbindet Jung und Alt. So begeisterte der mehrfach preisgekrönte acquire - mädchenchor des Christian-Ernst-Gymnasiums unter der Leitung von Philipp Barth mit zeitgenössischer Chormusik und einer mitreißenden Performance zu den Elementen Luft und Feuer. Dass auch ältere Menschen sich von der Sangeslust anstecken lassen, bewiesen die Mitglieder der Seniorenkantorei St. Matthäus - meist langjährige Chorsänger, die auch im Alter auf das gemeinsame Singen, das sie ihr Leben lang begleitet hat, nicht verzichten möchten. Sie sangen mit Vergnügen Chorwerke unter anderen von Friedrich Silcher. Und es ist nicht nur das Musikalische, sondern auch die Chorgemeinschaft, die zum Mitsingen einlädt. Das zeigte sich auch bei den Beiträgen des Heßdorfer Singkreises, eines der größten Laienchören des fränkischen Sängerbundes, der unter der Leitung von Julian Bobe aus seinem weitgefächerten Repertoire unter anderen drei Motetten seines Gründers Manfred Meier aufführte.
Gestärkt freute sich das Publikum nach einer Pause auf den zweiten Teil. Der HerzoChor aus Herzogenaurach unter der Leitung von Gerald Fink zeigte , wie Musik als verbindende Sprache ausdrucksstark, abwechslungsreich und mit großer Begeisterung erlebbar ist. Dann trat noch einmal Philipp Barth ans Dirigentenpult und der „acquire - frauen*chor erlangen sang klangschön anspruchsvolle Chorliteratur unterschiedlicher Jahrhunderte. Viele der Sängerinnen sind dem Mädchenchor entwachsen und zeigen, dass man der Prägung der Schulzeit nicht so leicht wieder entkommt. Vocanta Erlangen präsentierte musikalische Leckerbissen von Gounod, Britten u.a.. Judith Ademczewski, die den Chor am Anfang diesen Jahres übernommen hat, führt die große Klangkultur des weitbekannten Ensembles mit eigenen Akenten fort.
Zum Schluss intonierte das Vokalensemble St. Matthäus, Preisträger beim Deutschen Chorfest, unter der Leitung der Matthäuskantorin tonschön Musik von der Renaissance bis zur Moderne und ließ das Publikum auch am späten Abend noch gespannt zuhören. Nach vier Stunden Chormusik war die Kirche immer noch fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Und nach gemeinsamen Abendliedern aus hunderten Kehlen aller Sängerinnen und Sänger und des Publikums unter Leitung der Initiatorin der Chornacht, Susanne Hartwich-Düfel, waren alle tiefbewegt vom gemeinsamen Klang hunderter Stimmen. Singen verbindet eben, und ja: Singen macht glücklich!

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