Ansbach - Ein Stall im Landkreis Ansbach brennt lichterloh. Ein Riesenaufgebot an Einsatzkräften verhindert, dass das Feuer auf Nachbargebäude übergreift. Die Brandursache könnte mit dem Unwetter am Donnerstagabend zu tun haben.
17.07.2026 07:30 Uhr

Ein vermutlich durch einen Blitzeinschlag ausgelöster Großbrand hat am Donnerstagabend gegen 21.45 Uhr einen landwirtschaftlichen Betrieb in Wilburgstetten (Landkreis Ansbach) schwer beschädigt. Mit einem Großaufgebot von rund 380 Einsatzkräften verhinderten die Feuerwehren, dass die Flammen auf das Wohnhaus und weitere Stallungen übergriffen. Vier Kälber kamen jedoch ums Leben. Ein Giebel einer Scheune in Wilburgstetten stürzte ein, ein weiterer sollte wegen der schweren Brandschäden mit einem Bagger eingerissen werden, wie die Leitstelle mitteilte.

Zunächst waren auch benachbarte Gebäude bedroht, die Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen jedoch verhindern. Weil das Feuer bereits weit fortgeschritten war, konnten die Einsatzkräfte den Stall nicht mehr betreten. 28 Rinder aus einem angebauten Stall wurden mit Hilfe von Landwirten ins Freie gebracht, wie die Feuerwehr weiter mitteilte. Menschen wurden nicht verletzt.

„Viele der alarmierten Ortsfeuerwehren bestehen aus Landwirten. Dadurch konnten die Tiere schnell und sicher aus dem Stall geführt werden“, erklärte Einsatzleiter Harald Stark. Insgesamt konnten alle Rinder gerettet werden. Die Polizei gibt auf Nachfrage unserer Redaktion an, dass die Tiere in Nachbarhöfen untergekommen und versorgt sind.

Brand bei Wilburgstetten: Blitzschlag als Ursache?

Bereits beim Eintreffen der Einsatzkräfte hatte der Dachstuhl des rund 300 Quadratmeter großen Gebäudes in Vollbrand gestanden. Als mögliche Brandursache kommt laut Feuerwehr ein Blitzeinschlag infrage. Anrufer hätten berichtet, einen Blitzeinschlag beobachtet zu haben. Bestätigen ließ sich das zunächst nicht.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei gilt ein Blitzschlag als wahrscheinliche Brandursache. Mehrere Anwohner hatten den Einschlag beobachtet und kurz darauf den Notruf gewählt. Das zuständige Fachkommissariat der Kriminalpolizei Ansbach hat die Ermittlungen übernommen.

Wegen der schwierigen Wasserversorgung musste Löschwasser über lange Schlauchleitungen aus der Wörnitz zur Einsatzstelle gepumpt werden. Die Nachlöscharbeiten mit Unterstützung eines Baggers sollten noch mehrere Stunden dauern.

Nachdem das Feuer unter Kontrolle gebracht worden war, begannen die Einsatzkräfte mit den aufwendigen Nachlöscharbeiten. Mithilfe eines Baggers wurde das in der Scheune gelagerte Heu und Stroh auseinandergezogen, um versteckte Glutnester abzulöschen. Durch den Brand zog zeitweise dichter Rauch durch das Ortsgebiet.


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