Nürnberg/Ansbach/Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen (West)/Fürth - Gerade erst haben Unwetter große Schäden in Nürnberg, Erlangen, Fürth und im Nürnberger Land hinterlassen. Am Donnerstag rollt schon die nächste Gewitterwelle heran. Die Warnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) klingt schon beinahe furchterregend.
16.07.2026 13:03 Uhr

Man kann nur hoffen, dass es nicht so kommt, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) befürchtet. In einer Vorabinformation warnt er vor schweren Gewittern in Franken, insbesondere am Donnerstag, 16. Juli, ab 15 Uhr bis Mitternacht in den Landkreisen Ansbach und Weißenburg-Gunzenhausen. Andere Gebiete könnten im Lauf des Tages noch hinzukommen. Der Warnbereich erstreckt sich derzeit außerdem über fast ganz Baden-Württemberg und den südwestlichen Teil Bayerns.

Die Botschaft hat es in sich: Gewarnt wird vor schweren Sturm- und Orkanböen zwischen 100 und 130 km/h, Hagelkörnern mit vier Zentimetern Durchmesser und heftigem Starkregen mit 30 Litern pro Quadratmeter innerhalb kurzer Zeit.

Integrierte Leitstelle Nürnberg: 3000 Notrufe innerhalb von fünf Stunden

Die Gewitter ziehen dabei aus westlicher Richtung heran. „In der ersten Nachthälfte zum Freitag schließen sich die Gewitter zu größeren Gewitterkomplexen zusammen. Dann besteht regional Gefahr von heftigem Starkregen, schweren Sturm- bis orkanartigen Böen sowie lokal größerem Hagel“, konkretisiert der DWD.

Schon für den Zeitraum zwischen 14 und 17 Uhr hat der DWD aktuell eine Unwetterwarnung der Stufe 2 für Nürnberg, Stadt und Landkreis Fürth sowie die Landkreise Erlangen-Höchstadt, Bayreuth und Nürnberger Land herausgegeben. Möglich sind Gewitter mit Niederschlagsmengen bis zu 15 Liter pro Quadratmeter innerhalb kurzer Zeit, dazu Windböen mit einer Geschwindigkeit bis 60 km/h.

Zuletzt hatten am Dienstagabend, 14. Juli, heftige Sturmböen, Starkregen und Hagelschauer für massive Schäden in der Region gesorgt. Bäume stürzten um und fielen auf Straßen und geparkte Autos, Ziegel wurden von den Dächern gefegt, im Knoblauchsland entstand ein Ernteschaden in Millionenhöhe. Innerhalb von fünf Stunden gingen bei der Integrierten Leitstelle Nürnberg rund 3000 Notrufe ein, vor allem aus Nürnberg, Erlangen und dem Nürnberger Land.