Pegnitz - Mit einer neuen Fachabteilung setzt die Sana Klinik Pegnitz Maßstäbe in der Geriatrie. Experten wie Prof. Martin Ritt treiben die Entwicklung voran. Doch eine besondere Herausforderung bleibt.
10.07.2026 12:00 Uhr

Seit gut einem Jahr gibt es die neue Fachabteilung für Geriatrie in der Sana Klinik Pegnitz, um den Bedürfnissen hochbetagter Patienten wohnortnah gerecht zu werden. „Mit Prof. Martin Ritt, Internist, Nephrologe, Hypertensiologe, Geriater und Palliativmediziner konnten wir einen langjährigen Experten auf dem Gebiet der Geriatrie für unser Haus gewinnen, der auch in Pegnitz heimisch geworden ist“, freut sich Geschäftsführer Florian Glück.

Welche Patienten werden in der Geriatrie behandelt?

Die Geriatrie ist ein Querschnittsfach: Geriatrische Patienten zeigen Überschneidungen diverser Erkrankungen, beispielsweise aus dem Bereich der Inneren Medizin, Neurologie und Orthopädie. Typisch sind unter anderem Frakturen (Sturzverletzungen), Herzschwäche, Infektionen (Lungenentzündung), entgleiste Blutzucker- oder Blutdruckwerte, chronische Schmerzen, körperliche Schwäche, nachlassende Gedächtnisleistung, Inkontinenz und weitere akute Krankheiten und Syndrome. Patienten, die in der Geriatrie behandelt werden, sind in der Regel mindestens 70 Jahre alt und weisen mindestens zwei chronische Erkrankungen auf (Multimorbidität). Da etwa Dreiviertel der Patienten Alterspatienten sind, war die Versorgung dieses Patientenklientels in der Klinik Pegnitz bereits tägliche Praxis. Mit der Abteilung sollte im vergangenen Jahr die Versorgung auf ein neues Level gehoben werden.

„Die Basis der geriatrischen Komplexbehandlung bildet die enge Zusammenarbeit der beteiligten Professionen Pflege, Physio- und Ergotherapie, Logopädie, Psychologie, Sozialdienst und ärztlicher Dienst mit dem Ziel der Wiederherstellung und des Erhaltes eines Höchstmaßes an Gesundheit und Wohlbefinden, eigenständiger Lebensführung, Mobilität und Teilhabe im Rahmen der Möglichkeiten und Ressourcen der Patienten“, erklärt Chefarzt Ritt. Dafür ist eine spezialisierte, interdisziplinäre Betreuung notwendig, die über die herkömmliche medizinische Versorgung hinausgeht.

Im Rahmen einer frührehabilitativen geriatrischen und akutgeriatrischen Komplexbehandlung, welche sich in der Regel über einen Zeitraum von etwa zwei Wochen erstreckt, soll parallel zur Behandlung der aktuellen Krankheitsbilder insbesondere auch die Alltagskompetenz und Mobilität der Patienten verbessert werden. „Im Rückblick auf das erste Jahr können wir stolz auf das Erreichte sein“, führt Prof. Ritt aus und ergänzt „mit dem sukzessiven Aufbau des Therapeutenteams können wir immer mehr Patienten behandeln.“