München - Die Situation ist alarmierend. Jeder vierte Jugendliche hat psychische Probleme. Ein Faktor, der diese Entwicklung befeuert, ist der problematische Umgang mit dem Handy. Die Politik reagiert, handelt aber nicht, findet Redakteurin Kathrin Walther.
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Der amerikanische Sozialpsychologe Jonathan Haidt hat mit "Generation Angst" ein eindrucksvolles Buch zu diesem Thema vorgelegt. Kinder und Jugendliche sind nun einmal keine kleinen Erwachsenen, denen mit akademisch gut gemeinten Hinweisen geholfen ist. Frühere Generationen haben das besondere Schutzbedürfnis der Heranwachsenden erkannt und ein Gesetz zum Schutze der Jugend in der Öffentlichkeit erlassen (1951 war das, 2003 wurde es neu gefasst). Teile daraus (z. B. Pornografie) sind heute weiterhin analog strafbar. Pornografie ist digital im Internet dagegen frei verfügbar und wird von Minderjährigen konsumiert. Ist das gut für die kindliche Entwicklung? Eine smartphonefreie Schule wäre ein Segen auch in Hinblick auf die viel zu vielen Bildschirmstunden, die die Heranwachsenden heute haben. Es wäre an jedem Schultag ein Block zum Praktizieren und Lernen zwischenmenschlichen Miteinanders ohne jegliche elektronische Unterbrechung, die für die kindliche Entwicklung sehr hilfreich wäre.
14.06.2026 20:34 Uhr