
Die Klasse 6e des Paul-Pfinzing-Gymnasiums (PPG) erlebte kürzlich ein besonderes Projekt am „Grünen Band“, das ganz im Zeichen von Austausch, Verständigung und gemeinsamem Lernen stand. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des Gymnáziums Františka Křižíka aus Pilsen kamen die Jugendlichen zu einem zweitägigen Workshop zusammen.
Das gemeinsame Erleben spielte dabei eine zentrale Rolle. So besuchte die Gruppe die Burg Falkenberg, wo die Schülerinnen und Schüler nicht nur spannende Einblicke in die Geschichte der Region erhielten, sondern auch die besondere Atmosphäre des historischen Ortes erleben konnten. Ein weiterer Höhepunkt war die Wanderung entlang des „Grünen Bandes“, jenes ehemaligen Grenzstreifens, der heute als einzigartiger Naturraum und zugleich als Symbol für die Überwindung der Teilung Europas gilt. Beim gemeinsamen Unterwegssein wurde Geschichte unmittelbar greifbar: Wo einst Grenzen trennten, entstehen heute Begegnung, Offenheit und Austausch.
In gemischten deutsch-tschechischen Teams arbeiteten die Jugendlichen an verschiedenen Aufgaben, tauschten Erfahrungen aus und entwickelten eigene kleine Projekte. Besonders intensiv gestaltete sich laut Pressemeldung des PPG die Zusammenarbeit mit Franziska Klemm von der Stiftung Zuhören im „Hör.Forscher!“-Programm. In diesem erweiterten Programmbereich ging es für die Jugendlichen vor allem darum, gemeinsame Visionen für die Zukunft zu entwickeln. Mit kreativen Übungen und praxisnahen Methoden sensibilisierte sie die Klasse für die Bedeutung des aktiven Zuhörens als Fundament für gesellschaftliche Gestaltung. Die Schülerinnen und Schüler erforschten akustisch ihre Umwelt, fingen Töne ein, interviewten Beteiligte und nutzten das Format „Podcast“, um ihren Wünschen, Hoffnungen und grenzübergreifenden Visionen rund um das „Grüne Band“ Ausdruck zu verleihen. Die zwei Tage zeigten eindrucksvoll, wie wertvoll solche Austauschformate sind.
Keine Kommentare