
Historische Möbel, dazu kunstvoll gefertigte Uhren, Vasen, Lampen, Porzellan aus verschiedenen Epochen und Werke eines Fürther Künstlers: Eine Wohnung voller kleinerer und größerer Kunstschätze wird am Wochenende zum Ort einer besonderen Versteigerung. Eine passionierte Liebhaberin von Kunst und Kunsthandwerk hat der Stadt Fürth ihren Nachlass vererbt. Diese versteigert die große Sammlung nun, der Erlös kommt der Kleeblattstadt zugute.
Die Aktion wird im Auftrag der Stadt vom Auktionshaus Bamberger organisiert und findet am Samstag, 30. Mai, ab 12 Uhr direkt vor Ort in der Jakob-Henle-Straße 38 im zweiten Stock statt. Zum Angebot gehören nach Angaben des Auktionshauses Schränke, Vitrinen und Kommoden aus dem Spätbiedermeier, Historismus und Jugendstil sowie viele Einrichtungsgegenstände wie Vasen („vom Väschen bis zur übergroßen Bodenvase“), Spiegel, Lampen und Uhren, vorwiegend aus den Stilrichtungen Jugendstil und Art déco. Außerdem gibt es Kunsthandwerk aus den Bereichen Glas, Textil und Porzellan (von Rosenthal der 30er Jahre bis zur Moderne) sowie eine große Sammlung von Asiatika, also Antiquitäten und Kunsthandwerk aus asiatischen Kulturkreisen. Dazu gehören etwa eine Sitzgruppe mit Drachenmotiv, Figuren, aufwändige Cloisonné-Metallarbeiten und vieles mehr.
Stadt Fürth versteigert Nachlass: Auktion für Kunstwerke, Möbel und Porzellan
Ebenfalls Teil des Nachlasses ist eine große Auswahl an Bildern des Fürther Künstlers Wilfried Nelke (1940 - 2000), Kulturförderpreisträger der Stadt Fürth. Nelke, geboren in Karlsbad, hatte nach der Schulzeit 1953 figürliche Malerei sowie die Landschaftsmalerei studiert. Fünf Jahre später erhielt er die Zulassung zum Abhalten von Abendkursen an der Berufsoberschule in Nürnberg für Porträt- und Figurenzeichnen. Gleichzeitig studierte er von 1959 bis 1965 Malerei an der Akademie für bildende Künste in Nürnberg bei Professor Wilhelm. Es folgten Ausstellungen in fränkischen Galerien und auch im Fürther Stadttheater.
Solche Nachlassversteigerungen durch die Stadt sind übrigens keine Seltenheit. Immer wieder legen wohlhabende Bürgerinnen und Bürger aus Fürth fest, dass nach ihrem Tod ihr Hausrat oder ihre Immobilien an die Stadt gehen sollen. Oft haben sie keine Kinder, an die sie ihren Besitz vererben können, und wollen etwas Gutes tun, erklärt auf Nachfrage unserer Redaktion Susanne Kramer, Pressesprecherin der Stadt Fürth. Den Namen der passionierten Sammlerin hat die Stadt Fürth bisher nicht publik gemacht.
Vor der Versteigerung des Nachlasses an diesem Samstag können sich Interessierte an mehreren Terminen vorab in der Wohnung umsehen:
- Donnerstag, 28. Mai, von 14 bis 17 Uhr
- Freitag, 29. Mai, von 15 bis 18 Uhr
- Samstag, 30. Mai, ab 9.30 Uhr
Die Abholung erfolgt am Montag, 1. Juni, zwischen 14 und 17 Uhr. Die Stadt Fürth weist darauf hin, dass die Parkplatzsituation vor Ort schwierig ist. Fahrzeuge können entlang der Vacher Straße oder im Parkhaus Klinikum abgestellt werden. Mit dem ÖPNV ist die Adresse gut erreichbar, etwa über die Haltestellen Billinganlage, Klinikum und Jakob-Henle-Straße. Weitere Informationen finden sich auf der Webseite des Auktionshauses Bamberger: www.auktionshaus-bamberger.de
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