
Das Café Auszeit der Rummelsberger Diakonie am Auhof eröffnete nach einer längeren Umbauphase wieder seine Türen. Bei einer Feier am 21. Mai feierten Mitarbeitende, Klienten, Förderer und Gäste die Neugestaltung des Treffpunkts für Menschen mit und ohne Behinderung. Zu den Gästen zählten Bürgermeister Felix Erbe und Architekt Roland Schneider.
„Wer erinnert sich noch an das alte, dunkle, enge Auszeit mit vielen Ebenen und Stufen? Die Vorstellung, dass man daraus einmal so einen Ort machen kann, begleitet uns schon viele Jahre“, sagte Andreas Ammon, Leiter des Auhofs, in seiner Begrüßungsrede. Das Projekt habe bereits 2020 konkret Fahrt aufgenommen. Das Café Auszeit ist seit Jahren ein Treffpunkt, an dem Menschen mit und ohne Behinderung zusammenkommen, um zu feiern, zu tanzen, Konzerte zu besuchen, zu kegeln, zu kickern oder zu entspannen.
Komplette Barrierefreiheit nach Umbau der Auhof-Räume aus dem Jahr 1974
„Die Klienten des Auhofs haben die Umbauphase mit großer Geduld begleitet“, berichtete Ammon. „Sie haben auf ihre gewohnten Freizeitaktionen verzichtet und konnten es kaum erwarten, die neuen Räume endlich zu nutzen.“ Die Feier wurde durch die Reaktionen der Bewohner emotional geprägt. Jubelrufe, tosender Applaus und Freudentränen zeigten die Freude über die neuen Räume. Diese sind hell, geräumig und bieten allen Besuchern uneingeschränkten Zugang.
Die baulichen Maßnahmen umfassten den kompletten Umbau der Räumlichkeiten aus dem Jahr 1974. Besonders wichtig war die Schaffung von Barrierefreiheit in allen Bereichen. Im Eingangsbereich entstanden eine neue Rampe, barrierefreie Türen und ein ebenerdiger Zugang. Gastraum und Disco erhielten eine barrierefreie Theke, zugängliche Toilettenanlagen und ein neues Lichtkonzept für eine freundlichere Atmosphäre. Brandschutz, Hygiene, Elektrik und Lüftung wurden auf den neuesten Stand gebracht. Ein Rollstuhllift ermöglicht nun auch Menschen mit Mobilitätseinschränkungen den Zugang zur Kegelbahn.
270.000 Euro Spenden ermöglichen Wiedereröffnung des Café Auszeit in Hilpoltstein
Die Wiedereröffnung wurde durch eine Förderung von Aktion Mensch in Höhe von mehr als 230.000 Euro sowie eine Spende von Antenne Bayern in Höhe von 40.000 Euro ermöglicht. Weitere Spenden von Förderern und Freunden des Auhofs trugen zur Realisierung des Projekts bei. Nach Angaben der Rummelsberger Diakonie gilt ein besonderer Dank allen Beteiligten, die den Umbau begleitet und möglich gemacht haben. Dazu zählen Architekt Roland Schneider, die beteiligten Planungs- und Baufirmen, Handwerker, Techniker sowie das gesamte Auszeit-Team, das die lange Umbauphase mit großem Engagement begleitet hat.
Das Café Auszeit wird auch in Zukunft ein Ort der Begegnung sein. Geplant sind gemeinsame Veranstaltungen für die Klienten sowie Jugendliche und Senioren aus Hilpoltstein. Besonders wichtig ist der Einrichtung, dass Menschen mit Behinderung aktiv mitgestalten – etwa als DJs oder an der Theke.

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