
In Halle wurden sie zuletzt schon etwas nervös. Am 15. Mai stellte die „Mitteldeutsche Zeitung“ die eine Frage, die alle Fans des Halleschen FC umtrieb: „Wann unterschreibt der Sportchef?“ Der gebürtige Hallenser Daniel Meyer war im Mai 2024 in seine Heimatstadt zurückkehrt und hatte dort den Neuaufbau nach dem Abstieg in die Regionalliga angeleitet. Das große Ziel, den HFC in die dritte Liga zurückzuführen, haben sie aber auch in dieser Saison nicht erreicht. Am Ende wurden Halle Vierter – mit neun Punkten Rückstand auf Meister Lok Leipzig.
Trotzdem wollten sie den im Sommer auslaufenden Vertrag mit dem Sportchef unbedingt verlängern. Man sei „am Ende des Prozesses“, kündigte Präsident René Walther kürzlich im Podcast „Chemie kennt keine Liga“ an, auch Meyer wähnte sich und den Verein auf der Zielgeraden. „Wir sind in den finalen Gesprächen, es gibt ein paar grundlegende Dinge zu klären, die mir wichtig sind“, sagte er zuletzt. „Dann müssen die Dinge zu Papier gebracht werden, um eine finale Entscheidung treffen zu können.“
Daniel Meyer kommt aus Halle zur SpVgg Greuther Fürth
Diese finale Entscheidung ist nun gefallen. Allerdings nicht so, wie das alle in Halle dachten und sich wünschten. Am Dienstagabend, kurz vor dem Relegationsspiel des Kleeblatts gegen Rot-Weiss Essen, schrieb die Bild-Zeitung von einem „Boss-Beben“. Demnach soll der Sportchef des HFC „ein Angebot eines Zweitligisten vorliegen“ haben, es handele sich dabei um das Kleeblatt - das in der Nacht zum Mittwoch mit dem 2:0 gegen Essen in der Liga blieb.
Deshalb darf Daniel Meyer bald einen Zweitligisten führen. Was diese Redaktion in der Nacht zum Mittwoch berichtete, bestätigte die Spielvereinigung am Mittwochmorgen um 9 Uhr. Demnach hat der Aufsichtsrat „die zukünftige Verantwortung im Sportlichen Bereich neu geregelt. Daniel Meyer, bislang Sportdirektor des Halleschen FC, wird Geschäftsführer Sport beim Kleeblatt“, schrieb der Verein in einer Mitteilung.
„Wir haben schon seit längerer Zeit und nach eingehender Analyse und vielen Gesprächen diesen Prozess vorangetrieben“, sagt Aufsichtsratschef Peter Köhr darin. „Wir haben uns sehr umfangreich mit dem Markt und möglichen Kandidaten für den Posten Geschäftsführer Sport beschäftigt und uns dabei auch von einer spezialisierten Agentur begleiten lassen. Daniel Meyer hat uns in diesem Prozess von sich und seinen Ideen überzeugt. Wir wünschen ihm bei der Umsetzung dieser nun viel Erfolg und er kann sich dabei der Unterstützung aller im Verein sicher sein.“
Was passiert mit dem bisherigen Sportdirektor Stephan Fürstner?
Auch Präsident Volker Heißmann kommt in dem Statement zu Wort. „Es waren sehr gute Gespräche mit Daniel Meyer und wir sind überzeugt, dass er ein wesentlicher Faktor sein wird, dass wir uns im sportlichen Bereich stabilisieren werden“, sagt er. „Die Struktur im sportlichen Bereich wird Daniel Meyer in den nächsten Wochen erarbeiten. An dieser Stelle möchten wir ausdrücklich Stephan Fürstner für seinen Einsatz danken, der mit einer sehr herausfordernden Zeit konfrontiert war.“
Was genau mit dem bisherigen Sportdirektor passiert, ist derzeit noch offen. Antworten auf diese und viele weitere Fragen werden die Verantwortlichen um Köhr, Heißmann und dem bisherigen Allein-Geschäftsführer Holger Schwiewagner in einer Pressekonferenz um 12 Uhr geben.



11 Kommentare
SpVggvon1903
man sollte sich, nachdem man diese aktuelle pk angesehen hat, nochmals die stellungnahmen, interviews und berichte aus dem oktober 2024 durch die vereinsfuehrung zu gemuete fuehren.
und man sollte sich hierzu auch noch einmal die finanzzahlen aus den hauptversammlungen 2024 und 2025 zu gemuete fuehren.
fuer die unzufriedenheit von mitgliedern! fans und fuerthern! medien oder wenige auf der nordtribuene verantwortlich zu machen, ist eine bodenlose unverschaemtheit gepaart mit ignoranz, die schlimmer nicht mehr geht!
mit den masstaeben aus dem oktober 2024, die an andere angelegt wurden, bliebe nur eine vernuenftige konsequenz: neuanfang auf ebene der fuehrung.
28.05.2026 06:50 Uhr