Nürnberg - Eine Karte mit kühlen Orten und ein Hitzetelefon: Die Stadt gibt Tipps, wie sich die Menschen in Nürnberg vor der starken Hitze schützen können. Die Gesundheitsreferentin mahnt zur Vorsicht!
26.05.2026 18:07 Uhr

Hitze in Nürnberg! Die Menschen in der Stadt kämpfen mit den hohen Temperaturen und einer sehr starken UV-Belastung. Die Kommune ruft deshalb dazu auf, auf ausreichenden Hitzeschutz zu achten und insbesondere gefährdete Personen im Blick zu behalten. Denn „Hitze ist längst nicht mehr nur ein individuelles Problem, sondern eine gesundheitliche Herausforderung für die gesamte Stadtgesellschaft“, sagt Britta Walthelm.

Nürnbergs Referentin für Umwelt und Gesundheit weiß: Hohe Temperaturen können den Körper stark belasten. Besonders betroffen sind ältere Menschen, Kinder, Schwangere sowie Menschen mit Vorerkrankungen oder Unterstützungsbedarf. Gerade Kleinkinder und pflegebedürftige Menschen reagieren empfindlich auf Hitze und benötigen besondere Aufmerksamkeit.

Nürnbergs Hitze-Tipps: viel trinken, luftige Kleidung, mittags lieber drinnen

Die Stadt empfiehlt daher, vor allem jede Menge zu trinken. Außerdem körperliche Anstrengungen möglichst in die Morgen- und Abendstunden zu verlegen und so die direkte Mittagssonne zu meiden. Da auch die UV-Strahlung in diesen Tagen hohe Werte erreicht, kann die blanke Haut in der Sonne schon nach kurzer Zeit Schaden nehmen. Als Schutzmaßnahmen gibt die Stadt in einer Mitteilung vor: „luftige und bedeckende Kleidung tragen, möglichst im Schatten bleiben und Sonnenschutz mit ausreichendem Lichtschutzfaktor verwenden“.

Vor allem Kinder sollten konsequent vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Und auch Tiere leiden unter Hitze. Hunde dürfen bei solchen Temperaturen niemals im geparkten Auto zurückgelassen werden – auch nicht für kurze Zeit. Bereits nach wenigen Minuten heizen sich Fahrzeuge so stark auf, dass es lebensgefährlich wird. Spaziergänge mit Hunden sollten möglichst in die frühen Morgen- oder Abendstunden verlegt werden. Zudem sollten Haustiere jederzeit Zugang zu Wasser und kühlen Rückzugsorten haben.

Stadt Nürnberg hat einen Hitzeaktionsplan erstellt

Die Information ist Teil des Hitzeaktionsplan der Stadt. „Damit unterstützen wir die Nürnbergerinnen und Nürnberger dabei, gesundheitliche Folgen von Hitze möglichst zu reduzieren und gut durch heiße Tage zu kommen. Besonders wichtig ist uns dabei der Schutz von Kindern, älteren Menschen, Personen mit Unterstützungsbedarf und auch von Tieren“, erklärt Walthelm.

Die Stadt Nürnberg hat in den vergangenen Jahren verschiedene Maßnahmen zum Hitzeschutz umgesetzt. Dazu gehören öffentliche Trinkwasserbrunnen, die digitale „Karte der kühlen Orte“ mit klimatisch angenehmen Aufenthaltsorten im Stadtgebiet sowie das Hitzetelefon des Seniorenamts, das unter (0911) 231-27373 an Hitztagen über 30 Grad montags bis freitags von 11 bis 14 Uhr zu erreichen ist. „Darüber hinaus wird empfohlen, insbesondere bei älteren Menschen die Hausapotheke zu überprüfen und sich zur Einnahme hitzesensibler Medikamente ärztlich beraten zu lassen.“

Infos unter hitze.nuernberg.de