
Vier Tage lang bieten die Erlanger Kinos Lamm-Lichtspiele und Kulturzentrum E-Werk im Rahmen des Comic-Salons ein abwechslungsreiches Programm mit Animationsfilmen, Comic-Verfilmungen und Dokumentationen. Neu ist in diesem Jahr, dass der Eintritt in die Kinos im Salon-Ticket enthalten ist.
Start der Programmübersicht, die das Kulturamt Erlangen in einer Pressemitteilung verkündet, ist im E-Werk Kino, wo auch der erste Film des Festivals läuft: „Scarlet“ ist inspiriert von Shakespears „Hamlet“. Die titelgebende Prinzessin lernt in dem Anime mit ihrem Bedürfnis nach Rache umzugehen (4. Juni, 16.15 Uhr). Gleich sechs Kurzfilme werden beim nächsten Programmpunkt gezeigt. „Best of Fantoche“ bringt die beim 23. Internationalen Festival für Animationsfilm in der Schweiz ausgezeichneten Filme nach Erlangen (4. Juni, 18.30 Uhr).
Im E-Werk laufen auch noch drei weitere Anime: Im farbenfrohen „The Colors Within“ geht es um Freundschaft und Musik (5 Juni, 17.30 Uhr), während man in „The Last Blossom“ in die Vergangenheit eines sterbenden Mannes eintaucht, der lebenslang im Gefängnis sitzt (6. Juni, 19.30 Uhr). Außerdem zeigt das Comic Film Fest mit „Prinzessin Mononoke“ einen Studio Ghibli Klassiker von Hayao Miyazaki (5. Juni, 19.30 Uhr).
„Hola Frida“ erzählt aus der Kindheit der bekannten mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo (6. Juni, 15.30 Uhr). In „Arco“ wird man in die Zukunft entführt, in der das von einem Roboter aufgezogene Mädchen Iris den Jungen Arco mit seinem seltsamen Regenbogenmantel trifft (6. Juni, 17.30 Uhr). Die Graphic Novel Verfilmung „Gemma Bovery – Ein Sommer mit Flaubert“ ehrt Posy Simmonds, die in diesem Jahr mit dem Max und Moritz-Preis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wird (7. Juni, 14 Uhr). Zum Abschluss im E-Werk läuft „Käpt‘n Blaubär – Der Film“, in dem die bekannte Figur von Walter Moers seine Enkel aus den Händen eines verrückten Wissenschaftlers befreien muss (7. Juni, 16.15 Uhr).
Weiter geht es mit dem Programm in den Lamm-Lichtspielen, wo sogar zwei Walter-Moers-Filme gezeigt werden: „Kleines Arschloch – Der Film“ (6. Juni, 22 Uhr) und „Das kleine Arschloch und der alte Sack – Sterben ist Scheiße“ (5. Juni, 22 Uhr). Im Lamm läuft mit „A New Dawn“ auch ein Anime, in dem Keitarō versucht, das Rätsel hinter dem legendären Feuerwerk seines verschwundenen Vaters zu lösen (6. Juni, 16 Uhr).
Natürlich hat das Lamm auch eine Vielfalt an klassischen Animationsfilmen zu bieten. „Death Does Not Exist“ erzählt von Revolution und existenziellen Fragen (4. Juni, 20 Uhr), in „Das kostbarste aller Güter“ wird das Beste und Schlimmste im Menschen gezeigt (5. Juni, 16 Uhr) und in „A Story about Fire“ kann man der Geschichte eines Affen folgen, basierend auf einer alten chinesischen Legende (6. Juni, 20.15 Uhr). Wer es gerne queer und chaotisch hat, findet sich in „Lesbian Space Princess“ wieder (5. Juni, 20.15 Uhr).
Für die ganze Familie gibt es auch Programm: „Mary Anning“ erzählt von einer der ersten Paläontologinnen (7. Juni, 14 Uhr). „Flow“, der 2025 mit einem Oscar als „Bester Animationsfilm“ ausgezeichnet wurde, folgt einer Katze inmitten einer Naturkatastrophe (7. Juni, 16 Uhr). Mit „Die kleine Amélie oder der Charakter des Regens“ gibt es aber auch einen 2026 für einen Oscar nominierten Film zu sehen (4. Juni, 18 Uhr). Animierte Kurzfilme kann man bei „One Minute Movies“ des Meisters des Comic-Minimalismus Nicolas Mahler (6. Juni, 18 Uhr) und in der „Studentischen Filmnacht“ sehen (6. Juni, 22.15 Uhr). Was noch fehlt: Der Dokumentarfilm „Without a Cape“ begleitet den Besitzer eines Comicladens, Naaman Wakim, auf der Reise hinter seinem Idol Alan Moore. Im Anschluss findet ein Gespräch mit Beteiligten statt (5. Juni, 18 Uhr).
Unter Vorlage des Salon-Tickets (Dauerkarte/Tageskarte) ist pro Film ein kostenfreies Kinoticket an der entsprechenden Kinokasse während der Öffnungszeiten am Tag der jeweiligen Filmvorführung erhältlich. Ohne Salon-Ticket gelten die regulären Eintrittspreise von 11 Euro (ermäßigt 9 Euro).

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