
Am Pfingstmontag war Fürth eine glückliche Stadt. In den Straßen und weitläufigen Grünanlagen sah man viele zufriedene Menschen in sommerlichen Klamotten, die sich mit einer Kugel Eis erfrischten. Auch Heiko Vogel hätte den Feiertag sicher gerne bei einem kühlen Getränk zuhause am Tegernsee verbracht, musste bei 28 Grad und strahlend blauem Himmel aber nochmal auf dem Trainingsplatz stehen und dann auch ein letztes Mal für diese Saison auf einer Pressekonferenz über ein anstehendes Fußballspiel sprechen.
Doch auch der Trainer des Kleeblatts strahlte am Montagmittag das glückliche Lebensgefühl dieser Stadt aus. Viele Fans hatten sich im Laufe der Saison irgendwann mit dem Abstieg der Spielvereinigung abgefunden, doch nun hat Fürths Aushängeschild noch eine letzte Chance, den Absturz in die dritte Liga abzuwenden. Am Dienstagabend (20.30 Uhr/Sat1, Sky) schaut Drittligist Rot-Weiss Essen im Ronhof vorbei, der das Hinspiel in der Relegation am Freitagabend mit 1:0 gewonnen hatte.
Viel Zuspruch für die SpVgg Greuther Fürth
In der Stadt, erzählte Vogel am Pfingstmontag, habe er zuletzt viel „Zuspruch, dass man die Dinge immer noch zuhause regeln kann“, erfahren. Das Spiel in Essen „war eine schwierige Partie für meine Mannschaft und mich. Die Stimmung im Stadion war unfassbar laut“, erinnerte sich der Trainer, der fand, dass seine Spieler trotzdem „in Summe eine reife Leistung in vielerlei Hinsicht gezeigt haben. Wir haben uns nicht provozieren lassen, wir haben versucht, unser Ding ruhig zu Ende zu spielen. Wir standen defensiv so gut, dass wir nicht viel zugelassen haben“.
Hinterher war viel von der „Spielkontrolle“ die Rede, die das Kleeblatt bis zum 0:1 tatsächlich hatte - aus der sie aber zu wenig machte. Deshalb wird Fürth am Dienstag vermutlich wieder einen tiefstehenden Gegner „bespielen“ müssen. „Das ist de facto mit das schwierigste im Fußball, aber es gab ja ein paar Punkte, warum wir am Freitag zu wenig Torgefahr ausgestrahlt haben“, betonte Vogel. „Die haben wir klar angesprochen und müssen sie besser machen.“
Seine Mannschaft habe in Essen „zu statisch“ gespielt, „dann gibt es Tiefenläufe, die immer wieder gemacht werden müssen. Es war auch eine Frage der Intensität. Auch wenn man gegen einen tiefstehenden Gegner spielt, braucht man Intensität. Die war nicht in dem Maß da, wie ich mir das vorstelle.“
Am Dienstag soll die Energie und Intensität auch wieder von den Rängen kommen. In der Rückrunde hat das Kleeblatt nur zwei Heimspiele verloren und zuletzt sieben Punkte aus drei Spielen geholt. Die Fans hätten „die Fähigkeit, eine Super-Power zu sein mit ihrer Unterstützung“, sagte Vogel. „Alleine das ist das Dopingmittel, das es braucht, um den ein oder anderen Prozentpunkt mehr rauszuholen als sonst.“
Info
Fürth: Prüfrock; Dehm, Elvedi, Ziereis, Itter – Will – Klaus, Srbeny, Hrgota, Keller – Futkeu.
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3 Kommentare
Damals
Als Greuther Mauerblümchen ist es das Kleeblatt gewöhnt mit dem Rücken zur Wand zu stehen. Das ist die Superpower vom Greuther Plastikclub.
Fast 10 Jahre, trotz Rekirdumsatz in dieser Zeit, nichts mehr bedeutend in Jugendarbeit, Stadionentwicklung, Fanseele und Innovationen investiert und trotzdem noch da. Irgendwas muss Substanz haben, wenn das Kleeblatt bei diesem krassen Missmanagement noch existiert.
26.05.2026 12:56 Uhr