Nürnberg - Ein Regionalzug bleibt auf seinem Weg nach Nürnberg wegen eines Stromausfalls auf freier Strecke stehen und muss evakuiert werden. Eine Redakteurin unseres Verlags war eine von 300 Passagieren, die stundenlang in brütender Hitze ausharren mussten.
25.05.2026 12:33 Uhr

In den Abendstunden des Pfingstsonntags, 24. Mai, haben Einsatzkräfte einen Regionalzug im Landkreis Eichstätt evakuiert, der zu diesem Zeitpunkt mit rund 300 Passagieren besetzt war. Der RE1 war von München nach Nürnberg unterwegs, als er aufgrund einer technischen Störung auf dem Streckenabschnitt zwischen Denkendorf und Appertshofen auf freier Strecke zum Stehen kam. Mehrere Stunden lang saßen die Fahrgäste fest, und da auch die Klimaanlage im Zug ausgefallen war, hatten einige Betroffene mit Kreislaufproblemen zu kämpfen und mussten von Rettungskräften medizinisch versorgt werden.

Laut einer Redakteurin unseres Medienhauses, die sich unter den Passagieren befand, blieb der Regionalexpress, der um 17.53 Uhr im Hauptbahnhof Nürnberg hätte eintreffen sollen, um kurz nach 17 Uhr plötzlich stehen. Informationen, wann und ob es weitergehen solle, habe es - zumindest in dem hinteren Zugteil, in dem sich die Redakteurin aufhielt - keine gegeben, wird sie auf unserem weiteren Nachrichtenportal Nordbayern zitiert. Gut zwei Stunden mussten die Reisenden in dem Zug ausharren, der in der prallen Sonne stand und sich immer weiter aufheizte. Gegen 19.15 Uhr traf demnach die Feuerwehr ein und öffnete die Türen.

In der Zwischenzeit war zudem ein Großaufgebot an Rettungskräften ausgerückt, das die mehr als 300 Passagiere betreute und die Evakuierung des Regionalzugs auf offener Strecke koordinierte.

Der Großteil der Passagier lief zur nächsten Haltestelle in Appertshofen

Die ersten Fahrgäste wurden anschließend zur benachbarten A9 gebracht, wo ein Weitertransport per Bus organisiert worden war. Dafür wurde eigens ein Fahrstreifen der A9 Richtung Nürnberg, kurz nach der Auffahrt Ingolstadt Nord, gesperrt. Die restlichen rund 250 Fahrgäste machten sich dann zu Fuß auf den Weg ins rund 1,5 Kilometer entfernte Appertshofen und wurden dabei laut einem Sprecher der Feuerwehr von Einsatzkräften begleitet. Wem die Strecke zu weit war, für den standen Fahrzeuge vom BRK und Feuerwehr zur Verfügung.

Der ungeplante Halt des Regionalzugs hatte Auswirkungen auf den weiteren Betrieb auf dieser Strecke. Unter anderem musste der nachfolgende ICE Richtung Berlin nach Ingolstadt zurückfahren und wurde dann über Treuchtlingen umgeleitet. Weitere Fernverbindungen mussten ebenfalls über diesen Umweg zu ihren Zielbahnhöfen dirigiert werden. Um 22.10 Uhr wurde der Streckenabschnitt wieder freigegeben.