
Der Plan klang beinahe zu gut: mit der U-Bahn nach Nürnberg, rein in den ICE und vier Stunden später wieder am Essener Hauptbahnhof aussteigen. So schnell und entspannt, wie das vermutlich nur wenigen an einem Freitag, noch dazu zu Beginn der Pfingstferien, vergönnt sein dürfte. Als der Zug in Nürnberg pünktlich losrollte und bis Aschaffenburg keinerlei Verspätung in Sicht war, da hatte der Kleeblatt-Fan gegenüber schon kurz Sorge.
Irgendwie, dachte er laut, laufe das doch viel zu gut. Für die Deutsche Bahn und für das Ende dieser Fürther Saison. Natürlich lief es auch viel zu gut. Die Klimaanlage in Abteil 33 war natürlich mal wieder kaputt, weshalb man noch einen kostenlosen Sauna-Aufenthalt dazu bekam, das W-Lan funktionierte zwar, war aber so langsam, dass an Arbeiten nicht zu denken war. Aber: immerhin pünktlich.
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Kurz vor Frankfurt hatte die Saunameisterin dann aber genug und ließ das Abteil räumen. Danach bestätigten sich mal wieder alle Klischees über die Deutsche Bahn. Wegen irgendwelcher Probleme irgendwo auf der Strecke stand der Zug erst und wurde dann in einem großen Bogen umgeleitet. Es ging stundenlang an Koblenz vorbei malerisch am Rhein entlang. Durchsage: Ankunft in Essen mit 87 Minuten Verspätung.
Bei einem Fußballspiel Verspätung blieb es aber nicht. Irgendwer entschied, dass der Zug nun einfach in Köln endet. Botschaft: Schaut doch selbst wie ihr nach Essen kommt! Hat ja niemand gesagt, dass die Relegation angenehm wird! Die kleine Fürther Reisegruppe kam nach einer Runde Stehplatz im nächsten Zug doch noch an der Hafenstraße an - wo man erfahren durfte, dass selbst die Autofahrer an einem Ferienbeginn-Freitag deutlich schneller waren. Danke für nichts, DB.


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