Fürth - Die Saison des Kleeblatts ist noch nicht vorbei, einen Tag vor dem Relegations-Hinspiel in Essen verkündet der Verein aber bereits die nächsten Abgänge. Beide kommen nicht überraschend - ihr neuer Arbeitgeber dagegen schon.
21.05.2026 16:46 Uhr

Juan Cabrera hinterließ mächtig Eindruck. Bei seinem ersten Einsatz im Fürther Trikot schoss der Neuzugang vom FC Augsburg direkt ein Tor und überzeugte die Menschen auf dem Sportplatz in Herzogenaurach auch ansonsten mit seinem Zug zum Tor. Blöderweise spielt der 1. FC Herzogenaurach aber lediglich in die Bezirksliga, während Cabrera sich beim Kleeblatt endlich im Profifußball durchsetzen wollte. Mit 18 Toren und fünf Vorlagen für die zweite Mannschaft des FCA hatte sich der Offensivspieler zuvor für einen Vertrag beim Zweitligisten empfohlen, wo er als „Zehner“ auch Kapitän Branimir Hrgota Konkurrenz machen sollte.

Doch das gelang ihm nach dem guten Start beim Test in Herzogenaurach nie. In der ganzen Saison 2025/2026 hat der 23-jährige Uruguayer, der optisch viele an seinen Landsmann Diego Forlan erinnerte, nur 24 Minuten für die Profis gespielt. Sein letzter Einsatz war das 0:3 gegen den VfL Bochum, das Thomas Kleine den Job kostete. Unter dem neuen Trainer Heiko Vogel saß Cabrera noch zweimal auf der Bank, seit Ende Januar aber schaffte er es kein einziges Mal mehr in das Spieltagsaufgebot und tat sich bisweilen selbst in der U23 schwer.

Cabrera und Akhalaia: FC Vaduz statt SpVgg Greuther Fürth

Deshalb überraschte die Nachricht auch nicht, die das Kleeblatt am Donnerstagnachmittag verkündete. Demnach schließt sich Juan Cabrera nach einem enttäuschenden Jahr dem FC Vaduz an. Der Klub aus Liechtenstein ist vor kurzem in die erste Schweizer Liga aufgestiegen und deshalb offenbar auf der Suche nach Verstärkungen. Neben Cabrera wechselt auch Lado Akhalaia zum Aufsteiger. Der ebenfalls 23 Jahre alte Angreifer war im Sommer 2025 von den Würzburger Kickers zur Fürther U23 gekommen, schoss in der Regionalliga 13 Tore und bereite fünf weitere vor. Eine Perspektive bei den Profis hatte der Moldawier aber nie, weshalb er jetzt (nach den eventuellen Relegationsspielen der U23) mit Cabrera weiterzieht.

In Liechtenstein treffen sie auf zwei ehemalige Fürther. Im Tor steht dort Leon Schaffran, trainiert wird der FC Vaduz von Marc Schneider. Einem Mann, der in Fürth ebenfalls viel vor hatte, dann aber nach nur einem Sieg aus den ersten 13 Pflichtspielen im Herbst 2022 schon wieder gehen musste.

Cabrera und Akhalaia sind die Abgänge drei und vier beim Kleeblatt. Zuvor war bereits bekannt geworden, dass Angreifer Noel Futkeu zu Eintracht Frankfurt zurückkehrt und Branimir Hrgota den Verein nach sieben Jahren verlassen wird. Weitere Abgänge dürften demnächst folgen.