Nürnberg - Musik, Kundgebung, Poetry Slam: Mit einer ansprechenden Mischung wollen über 30 Organisationen und Initiativen am Samstag, 23. Mai, in Nürnberg für ein ernstes Thema werben. Es geht um ein mögliches Verbot der AfD. Das Datum hat Symbolcharakter.
2 Kommentare
garfield
Die Idee, die AfD zu verbieten, klingt auf den ersten Blick nachvollziehbar. Viele Menschen sorgen sich um die politische Entwicklung und möchten ein Zeichen gegen Extremismus setzen. Trotzdem halte ich ein Parteiverbot nicht für die Lösung des Problems.
Man sieht das bereits am Beispiel der früheren Jugendorganisation der AfD. Diese hat sich aufgelöst – doch kurz darauf wurde einfach eine neue Organisation gegründet, teilweise mit denselben Personen und denselben Ansichten. Genau hier liegt das Problem: Ein Verbot beseitigt nicht automatisch die dahinterstehenden Überzeugungen oder die Menschen, die sie vertreten.
Was würde also bei einem AfD-Verbot passieren? Wahrscheinlich entstünde kurze Zeit später einfach eine neue Partei – vielleicht unter einem anderen Namen, aber mit denselben Inhalten und denselben Akteuren. Das Ergebnis wäre am Ende kaum anders.
20.05.2026 21:19 Uhr