
In Georgensgmünd entsteht am Anger 12 ein Mehrgenerationenhaus, das sich nun bereits dem Abschluss des Dachstuhlbaus nähert. Nach Angaben des Mehrgenerationen-Wohnprojekts Georgensgmünd werden bis Ende dieses Jahres zehn Wohnungen fertig, die sich wenige Meter von der Fränkischen Rezat entfernt befinden. Das Projekt nutzt die Räume eines ehemaligen Gasthauses mit Garten und Anbau sowie einer Scheune. Sechs Wohnungen entstehen im früheren Gasthaus, vier in der Scheune. Die Wohnungsgrößen liegen zwischen 42 und 90 Quadratmeter. Vier Wohnungen mit 42, 52, 84 und 90 Quadratmetern sind noch verfügbar.
Die Baugruppe mit der Initiatorin Erika Kohl sucht für die beiden größeren Wohnungen bevorzugt Alleinerziehende oder Familien. Insgesamt sollen Familien, Alleinerziehende und Singles in das Haus einziehen. Das Konzept sieht vor, dass sich die zukünftigen Bewohner zu etwa je einem Drittel auf Menschen unter 40 Jahren, Personen zwischen 40 und 60 Jahren sowie Menschen über 60 Jahren aufteilen. Die Bewohner bringen sich nach ihren Fähigkeiten und Talenten ein und engagieren sich gegenseitig unter einem Dach. Ein Gemeinschaftshaus mit Küche wird den Wohnbereich ergänzen.
Gemeinschaftshaus mit Kastanie und Biergarten-Erbe soll zum Nachbarschaftstreffpunkt werden
Das barrierefreie Gemeinschaftshaus grenzt an die erhaltene ehemalige Biergartenfläche. Eine große Kastanie bleibt ebenfalls bestehen. Das Konzept trägt den Slogan „Gemeinsam statt einsam“. Die Bewohner sollen individuell wohnen können und sich im Alltag gegenseitig unterstützen. Laut Initiatorin Kohl soll dabei ein rücksichtsvolles, tolerantes, wertschätzendes und offenes Miteinander entstehen. Die Mitglieder engagieren sich in gemeinsamen Aktivitäten wie Kochen und Essen, Feiern und Gartengestaltung. Gegenseitige Hilfe und Unterstützung im Alltag sind eingeschlossen.
Der Wunsch ist ein Lebensstil, der vom Miteinander leben und vom ökologischen Bewusstsein geprägt ist. Das Gemeinschaftshaus soll für öffentliche Veranstaltungen wie kleine Konzerte, Ausstellungen und Vorträge zur Verfügung stehen. Diese Nutzung könnte in Zusammenarbeit mit anderen Vereinen, Organisationen und Einrichtungen erfolgen. Ziel ist ein Raum für soziales Miteinander und Vernetzung.
Drei Millionen Euro für ökologische Sanierung im Zentrum – Gsaenger leitet Baugruppen-Projekt ohne Gewinnziel
Die Lage des Projekts befindet sich zentrumsnah, Bäckerei, Metzgerei, Gastronomie, Banken, Ärzte und Apotheken befinden sich in der unmittelbaren Umgebung. Grünanlagen und Spielplätze sind erreichbar. Öffentliche Verkehrsmittel starten im unmittelbaren Umfeld. Car-Sharing wird angeboten.
Für den baulichen Teil trägt der Architekt Michael Gsaenger aus Petersgmünd die Verantwortung. Nach seinen Angaben läuft die Baustelle gut. Es findet eine ökologisch sinnvolle Sanierung der Bausubstanz statt. Der Denkmalschutz ist ebenfalls eingebunden. Die Baugruppe ist kein Bauträger und strebt keinen kommerziellen Gewinn an. Das Projekt kostet etwa drei Millionen Euro. Zuschüsse von der Gemeinde, vom Freistaat und vom Bezirk unterstützen die Finanzierung.
Historisches Haus in Georgensgmünd erhält neues Leben als kinderfreundliche Gemeinschaft
Das Projekt soll eine kinderfreundliche Gemeinschaft bieten. Zum Richtfest kamen Handwerker, Nachbarn, Investoren, Eigentümer und künftige Mieter zusammen. Der Erste Bürgermeister Friedrich Koch war ebenfalls anwesend. Nach seiner Aussage ist das Projekt ein Gewinn für die Gemeinde, da es sich um ein Haus mit Geschichte im Herzen von Georgensgmünd handelt, das erhalten bleibt und neues Leben aufnimmt.

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