
Mit seiner ersten Rede im Marktgemeinderat hat Schwanstettens neuer Bürgermeister Richard Seidler (CSU) seinem Willen Ausdruck verliehen, mit Wertschätzung und Offenheit zusammenarbeiten zu wollen. In der konstituierenden Sitzung kam das Gremium erstmals in neuer Zusammensetzung zusammen.
Seidler berichtete, dass die ersten Tage im Amt intensiv gewesen seien. Viele persönliche Begegnungen hätten ihm gezeigt, „wie lebendig, engagiert und herzlich unsere Marktgemeinde ist“. Solche Begegnungen stärkten ihn für die neue Aufgabe. Der Start im Rathaus sei für ihn ein „sehr emotionaler Moment“ gewesen – auch mit Blick auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Marktgemeinde, denen er ausdrücklich für die offene und hilfsbereite Aufnahme dankte.
Breiten Raum nahm der Rückblick auf zwei Persönlichkeiten ein, die Schwanstetten über Jahre hinweg geprägt haben. An Robert Pfann (SPD), der 18 Jahre lang Erster Bürgermeister war, richtete Seidler persönliche Worte des Dankes. Er habe die Gemeinde „mit Weitsicht, Verlässlichkeit und großem Herzblut geführt“ und sie auch durch schwierige Zeiten, unter anderem während der Corona-Pandemie, begleitet. Ebenso würdigte Seidler Wolfgang Scharpff (Grüne), der von 2014 bis April 2026 als Zweiter Bürgermeister im Einsatz war. Zwölf Jahre „loyale und verantwortungsvolle Arbeit“ lägen hinter ihm, verbunden mit „Sachverstand und hoher Pflichtauffassung“. Beide bleiben dem Marktgemeinderat weiterhin erhalten.
„Mit Offenheit, gegenseitigem Respekt und der Bereitschaft zuzuhören“
Auch der Blick auf die künftige Zusammenarbeit war zentraler Bestandteil der Rede. Seidler betonte, dass die personellen Entscheidungen, insbesondere zur Besetzung des Amts des Zweiten Bürgermeisters, bewusst dem Gremium überlassen worden seien. Wichtig sei ihm gewesen, keine Mehrheiten im Vorfeld zu organisieren.
Inhaltlich machte der neue Bürgermeister deutlich, vor welchen Aufgaben Schwanstetten steht. Große Investitionen in die Infrastruktur, Maßnahmen zur weiteren Barrierefreiheit sowie die Pflege und Weiterentwicklung der bürgerschaftlichen Gemeinschaft nannte er als zentrale Themen. Manche Vorhaben seien mit vorübergehenden Einschränkungen verbunden, etwa bei der Nutzung von Gemeindehallen oder durch Umleitungen im Zuge der Errichtung einer barrierefreien Haltestelle in der Hauptstraße. „Doch all dies sind Investitionen in die Zukunft unserer Marktgemeinde Schwanstetten“, sagte er.
Sein Führungsverständnis umriss Seidler klar. Er wolle jederzeit den offenen Austausch suchen – über Fraktionen hinweg und auch mit fraktionslosen Mitgliedern. Ziel sei es, Entscheidungen transparent zu erläutern oder gemeinsam vorzubereiten. Dabei lud er alle ein, den Weg gemeinsam zu gehen: „mit Offenheit, gegenseitigem Respekt und der Bereitschaft zuzuhören“.

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