Forchheim - Der Freistaat fördert 18 Bauprojekte im Landkreis Forchheim mit fast 8,4 Millionen Euro. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Schulen und Kindertageseinrichtungen. Am meisten Geld geht nach Ebermannstadt.
18.05.2026 15:16 Uhr

Der Freistaat Bayern stellt im Jahr 2026 insgesamt 8,393 Millionen Euro aus der kommunalen Hochbauförderung für Baumaßnahmen an Schulen und Kindertageseinrichtungen im Landkreis Forchheim bereit. „Wir im Landkreis Forchheim setzen den Schwerpunkt auf die wichtigen Investitionen in die Bildung also Schulen und frühkindliche Betreuung“, erklärt der Landtagsabgeordnete Michael Hofmann (CSU) in einer Pressemitteilung.

Und auch Staatsminister Thorsten Glauber (FW) freut sich in seiner Pressemitteilung, dass „aufgrund des nach wie vor ungebrochen hohen Investitionsbedarfs der Kommunen“, diese Summe aus dem vom Freistaat insgesamt zur Verfügung gestellten 1,07 Milliarden Euro im Landkreis gelandet sind. „Die Förderung des kommunalen Hochbaus nimmt im kommunalen Finanzausgleich einen hohen Stellenwert ein.“ Insgesamt profitieren von diesen Fördergeldern 18 Projekte im ganzen Landkreis.

Ebermannstadt erhält die höchste Förderung mit insgesamt 1,8 Millionen Euro

Ebermannstadt erhält demnach die höchste Förderung mit insgesamt 1,8 Millionen Euro. Davon gehen eine Million Euro an den Neubau einer Kindertageseinrichtung am Wiesentgarten und 800.000 Euro gibt es für die Teilsanierung der Betriebsräume der Freisportanlagen am Sportzentrum für Zwecke des Schulsports. Der Landkreis Forchheim bekommt 940.000 Euro für die Erweiterung und den Umbau der Ritter-Wirnt-Realschule in Gräfenberg. Die Gemeinde Obertrubach erhält 900.000 Euro für die Erweiterung des Kinderhorts.

Der Markt Egloffstein erhält 800.000 Euro für den Umbau und die Erweiterung der Kindertageseinrichtung ELMAR. Der Markt Gößweinstein bekommt für zwei Projekte insgesamt 1,25 Millionen Euro. 800.000 Euro gehen in die Generalsanierung der Kindertageseinrichtung St. Franziskus und 450.000 Euro gibt es für den Ersatzneubau der Kindertageseinrichtung Stempferhof. Auch die Stadt Forchheim, derzeit knapp bei Kasse, wird mit 505.000 Euro unterstützt. 331.000 Euro gibt es für den Neubau einer Kindertageseinrichtung an der Merowingerstraße und 174.000 Euro für Erwerb und Umbau eines Gebäudes zur Errichtung einer Kindertageseinrichtung.

Markt Eggolsheim erhält 450.000 Euro für die Generalsanierung und Erweiterung der Freisportanlagen der Grund- und Mittelschule

Der Markt Eggolsheim erhält 450.000 Euro für die Generalsanierung und Erweiterung der Freisportanlagen der Grund- und Mittelschule. Die Gemeinde Pinzberg bekommt 500.000 Euro für den Neubau einer Kindertageseinrichtung in Gosberg, der Markt Pretzfeld 500.000 Euro für den Neubau eines Kinderhorts. Die Gemeinde Heroldsbach erhält 337.000 Euro, aufgeteilt auf den Neubau der Kindertageseinrichtung in Oesdorf (187.000 Euro) und die Sanierung des Kindergartens St. Josef (150.000 Euro). Die Gemeinde Hausen bekommt 180.000 Euro für den Umbau und die Erweiterung der Kindertageseinrichtung St. Wolfgang, die Gemeinde Weilersbach 121.000 Euro für die Erweiterung der Kindertageseinrichtung, die Gemeinde Effeltrich 80.000 Euro für die Teilsanierung der Grundschule und die Gemeinde Langensendelbach 30.000 Euro für den Umbau der Grundschule.

Für Hofmann ist die Förderung der kommunalen Baumaßnahmen „ein Programm, das ich für besonders wichtig und unverzichtbar halte“. Viele Gemeinden könnten auf einen Schlag diese großen Summen nicht aufbringen, sondern müssten jahrelang Rücklagen bilden oder neue Schulden aufnehmen, um solche Investitionen stemmen zu können. „Ohne diese spezielle Förderung hätte der ländlich geprägte Landkreis Forchheim gegenüber den großen Ballungszentren in Bayern einen erheblichen Nachteil“, sagt Hofmann.